Die USA verlieren bei Schweizer Reisenden weiter an Beliebtheit. Im ersten Halbjahr 2026 reisten rund 120’000 Schweizerinnen und Schweizer in die Vereinigten Staaten – 16,5 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Schweizer Reise-Verband (SRV) rechnet mit einem weiteren Rückgang bis Jahresende.
Einreisen auf tiefstem Stand seit Jahren
Nach Angaben von SRV-Geschäftsführerin Andrea Beffa gegenüber der Nachrichtenagentur AWP hat sich der Rückgang der USA-Reisen im ersten Halbjahr 2026 deutlich beschleunigt. Von Januar bis Ende Juni wurden rund 120’000 Einreisen von Schweizer Reisenden registriert.
Damit setzt sich der negative Trend aus dem Vorjahr fort. 2025 waren die Einreisen von Schweizern in die USA bereits um 10,6 Prozent auf gut 361’000 zurückgegangen.
Sollte sich die Entwicklung im zweiten Halbjahr in ähnlichem Tempo fortsetzen, rechnet Beffa für das Gesamtjahr 2026 mit rund 300’000 Einreisen aus der Schweiz. Das wäre ungefähr das Niveau von 2007.
USA verlieren innerhalb von zwei Jahren rund ein Viertel
Besonders deutlich wird die Entwicklung beim Vergleich mit 2024. Damals wurden insgesamt 404’434 Einreisen aus der Schweiz in die USA registriert.
Für 2026 würde die erwartete Zahl von rund 300’000 Einreisen damit deutlich unter dem Niveau von 2024 liegen. Innerhalb von zwei Jahren könnten die USA somit rund ein Viertel der Schweizer Reisenden verloren haben.
Der Schweizer Reise-Verband sieht die Entwicklung vor dem Hintergrund der politischen Veränderungen in den USA. US-Präsident Donald Trump ist seit Januar 2025 erneut im Amt. Welche Faktoren genau für den Rückgang der Buchungen verantwortlich sind, lässt sich aus den vorliegenden Zahlen allein jedoch nicht ableiten.
Für die Schweizer Reisebranche bedeutet die Entwicklung einen weiteren Dämpfer für das wichtige Fernreiseziel USA. Ob sich die Nachfrage im weiteren Jahresverlauf stabilisiert oder der Rückgang anhält, dürfte sich insbesondere in den kommenden Monaten zeigen.






