Bei gleich drei Razzien gegen mutmassliche Drogenschiffe im Pazifik und der Karibik kamen elf Menschen ums Leben, wie das US Southern Command mitteilte.
Die Einsätze sind Teil einer andauernden Operation gegen den Drogenhandel auf See, bei der die USA wiederholt Schiffe angegriffen haben, die angeblich in kriminelle Drogenhandelrouten eingebunden waren.
Drei Angriffe, elf Tote
Nach Angaben des US Southern Command wurden die drei Schiffe gezielt angegriffen, weil Geheimdiensterkenntnisse nahelegten, dass sie auf bekannten Drogenhandelsrouten unterwegs waren und am Narcotraffic beteiligt seien.
4 Tote beim ersten Schiff im östlichen Pazifik
4 Tote beim zweiten Schiff ebenfalls im östlichen Pazifik
3 Tote beim dritten Schiff in der Karibik
Bei keinem der Einsätze wurden US‑Soldaten verletzt gemeldet.
Die Angriffe ereigneten sich innerhalb weniger Stunden und sind Teil einer Serie ähnlicher Militäroperationen im Karibikraum und im Ostpazifik seit 2025. Kritiker bezweifeln die Rechtmässigkeit der Schläge und fordern mehr Transparenz über die tatsächliche Beteiligung der getöteten Personen am Drogenhandel.
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„Operation Southern Spear“
Die militärischen Aktionen, die vom United States Southern Command (SOUTHCOM) koordiniert werden, stehen unter dem Dach der sogenannten „Operation Southern Spear“. Ziel ist es laut US‑Militär, Netzwerke des internationalen Drogenhandels zu stören und Schmuggelrouten zu blockieren.
Die USA haben seit September 2025 mehrfach Schiffe in internationalen Gewässern beschossen, die verdächtigt wurden, Drogen zu transportieren oder mit kriminellen Organisationen verbunden zu sein. Dabei gab es bereits Dutzende Angriffe mit zahlreichen Toten, meist ohne unabhängige Überprüfung der Vorwürfe.
Internationale Kritik und Rechtsfragen
Menschenrechts‑ und Völkerrechtsorganisationen äussern ernste rechtliche und ethische Bedenken:
Keine klare juristische Grundlage für tödliche Angriffe auf zivile Schiffe
Unabhängige Beweislage fehlt oft, ob die betroffenen Personen tatsächlich Drogenschmuggler waren
Risiko von extralegalen Tötungen in internationalen Gewässern
Solche Einsätze werfen ausserdem Fragen zur Legitimität und zur Sicherheit auf, weil sie die Gefahr von Eskalationen in einem sensiblen maritimen Raum erhöhen.
Die jüngsten Razzien der US‑Streitkräfte gegen drei mutmassliche Drogenschiffe führten zu elf Toten – ein neuer Höhepunkt einer militärischen Anti‑Drogenkampagne auf See, die zunehmend international kritisch beobachtet wird.










