Selbst hohe Einkommen geben keine Sicherheit mehr
Lange galt der amerikanische Traum als Versprechen auf ein besseres Leben für die nächste Generation. Doch dieses Vertrauen schwindet zunehmend.
Eine neue Umfrage zeigt: Selbst viele wohlhabende Amerikaner zweifeln daran, dass ihre Kinder es einmal besser haben werden.
86 Prozent blicken pessimistisch in die Zukunft
Eine Umfrage des Wall Street Journal unter 2’000 Erwachsenen zeichnet ein überraschend düsteres Bild.
Rund 86 Prozent der Befragten aus der Ober- und oberen Mittelschicht glauben nicht, dass ihre Kinder später einmal besser leben werden als sie selbst.
Zum Vergleich:
- 2019 lag dieser Wert noch bei 64 Prozent
- Heute ist der Pessimismus so hoch wie nie zuvor
Auch Gutverdienende fühlen sich finanziell unter Druck
Obwohl viele Befragte über hohe Einkommen verfügen, fühlen sich zahlreiche Menschen finanziell unsicher.
Die Umfrage zeigt:
- Mehr als 40 Prozent haben nach eigenen Angaben zu wenig für den Ruhestand gespart.
- Nur rund 40 Prozent sehen sich finanziell dort, wo sie in ihrer Lebensphase sein wollten.
- Fast 60 Prozent leiden unter hohen Benzinpreisen.
Misstrauen gegenüber Politik und Wirtschaft wächst
Besonders auffällig ist der Vertrauensverlust in das politische und wirtschaftliche System.
65 Prozent der wohlhabenderen Befragten sind der Meinung, dass das System gegen Menschen wie sie arbeitet.
2017 vertraten lediglich 29 Prozent diese Ansicht.
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Auch die Mittelschicht kämpft mit steigenden Kosten
Viele Angehörige der Mittelschicht verbinden ihren Lebensstandard zwar mit einem guten Einkommen oder Wohneigentum.
Dennoch nennen sie zahlreiche finanzielle Belastungen:
- Altersvorsorge
- Krankenversicherung
- Wohnkosten
- Lebensmittelpreise
- Kreditkartenschulden
Nur etwa jeder vierte Befragte fühlt sich finanziell ausreichend abgesichert.
Zweifel am Wert eines Studiums
Auch beim Thema Bildung wächst die Skepsis.
Unter den Befragten aus der Mittelschicht:
- hält nur rund ein Drittel ein Hochschulstudium für finanziell lohnenswert.
- 56 Prozent glauben, dass sich die hohen Studienkosten nicht mehr auszahlen.
Trotz starker Wirtschaft bleibt die Unsicherheit
Die wirtschaftlichen Kennzahlen wirken auf den ersten Blick robust.
- Arbeitsmarkt bleibt stabil
- Aktienmärkte erreichen Rekordstände
- Die US-Wirtschaft wächst weiterhin
Dennoch belasten viele Menschen:
- anhaltende Inflation
- hohe Benzinpreise
- steigende Lebenshaltungskosten
- Sorgen über den Einfluss künstlicher Intelligenz auf Arbeitsplätze
Auch die Zahl überfälliger Kreditkartenschulden befindet sich laut der Federal Reserve Bank of New York auf dem höchsten Stand seit 15 Jahren.






