Die Staatsverschuldung der USA hat erstmals die Marke von 40 Billionen Dollar überschritten. Der Schuldenstand wächst damit deutlich schneller als noch vor wenigen Jahren erwartet. Experten warnen vor einer weiter steigenden Zinslast und möglichen Folgen für Wirtschaft und Staatshaushalt.
Die Staatsverschuldung der USA ist erstmals auf mehr als 40 Billionen Dollar gestiegen. Nach Daten des US-Finanzministeriums lag der Schuldenstand zuletzt bei 40’047’425’768’420,22 Dollar. Das entspricht umgerechnet rund 34,3 Billionen Euro.
Laut GMX lag die US-Staatsverschuldung ein Jahr zuvor noch bei rund 37,2 Billionen Dollar. Damit erhöhte sich der Schuldenstand innerhalb eines Jahres um fast drei Billionen Dollar.
Experten warnen vor weiterem Anstieg
Der schnelle Anstieg sorgt bei Finanzexperten für Besorgnis. Michael Peterson sagte gegenüber CNN, dass die US-Staatsverschuldung bei einer Fortsetzung des aktuellen Trends bereits in sechs Jahren die Marke von 50 Billionen Dollar erreichen könnte.
Auch Marc Goldwein warnte in der «New York Times» vor den Folgen der wachsenden Schulden. Besonders die steigenden Zinszahlungen bereiten Sorgen, weil sie einen immer grösseren Teil der staatlichen Einnahmen beanspruchen können.
Ein hoher Schuldenstand ist für die USA grundsätzlich nichts Neues. Verschiedene Faktoren haben die Entwicklung in den vergangenen Jahren jedoch zusätzlich beschleunigt. Dazu gehören höhere Zinskosten sowie steigende Ausgaben für Sozialleistungen und das Gesundheitswesen angesichts einer alternden Bevölkerung.
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Staat erhöht Ausgaben und senkt Steuern
Auch politische Entscheidungen tragen zum langfristigen Anstieg der Verschuldung bei. Der US-Kongress verabschiedete in den vergangenen Jahrzehnten wiederholt umfangreiche Ausgabenprogramme und Steuererleichterungen.
Zu den jüngeren Massnahmen gehört der 2025 verabschiedete «One Big Beautiful Bill Act» von Präsident Donald Trump. Die Kombination aus hohen Staatsausgaben und geringeren Einnahmen kann den Finanzierungsbedarf des Staates weiter erhöhen.
Nach Angaben der «New York Times» wirken sich zudem die Kosten des Iran-Kriegs und Trumps Zollpolitik auf die Entwicklung der Staatsfinanzen aus.
40-Billionen-Marke früher erreicht als erwartet
Besonders auffällig ist das Tempo des Schuldenanstiegs. Die Marke von 40 Billionen Dollar wurde nach den vorliegenden Angaben deutlich früher erreicht als ursprünglich erwartet.
CNN zufolge hatte das Haushaltsamt des US-Kongresses im Mai 2023 noch prognostiziert, dass die Schwelle erst gut zwei Jahre später überschritten werde. Die tatsächliche Entwicklung zeigt damit einen deutlich schnelleren Anstieg der US-Staatsverschuldung.
Für die kommenden Jahre dürfte insbesondere die Zinslast eine zentrale Rolle spielen. Steigen die Schulden weiter, können auch die Kosten für deren Finanzierung zunehmen und den Spielraum der Regierung für andere Ausgaben einschränken.






