Der langjährige republikanische Senator Lindsey Graham ist überraschend gestorben. Der 71-Jährige galt als wichtiger Verbündeter von US-Präsident Donald Trump und als erfahrener Aussenpolitiker.
Graham hatte erst wenige Tage zuvor noch die Ukraine besucht und plante, bei den Zwischenwahlen im November erneut für den US-Senat anzutreten.
Überraschender Tod nach kurzer Krankheit
Nach Angaben seines Büros starb Lindsey Graham am Samstagabend nach kurzer und schwerer Krankheit.
Laut GMX teilte sein Büro über die sozialen Netzwerke mit, dass der Senator wenige Tage nach seinem 71. Geburtstag verstorben sei. Sein Tod kam überraschend, da Graham bis zuletzt einen vollen politischen Terminkalender hatte.
Kurz vor seinem Tod traf er noch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Kiew. Für die kommenden Tage war zudem ein Fernsehinterview geplant.
Trump würdigt engen politischen Partner
US-Präsident Donald Trump reagierte mit grosser Anteilnahme auf den Tod seines langjährigen Unterstützers.
Trump bezeichnete Graham als einen der grossartigsten Menschen und Senatoren, die er gekannt habe. Er würdigte ihn als engagierten Politiker und amerikanischen Patrioten.
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Jahrzehntelange Karriere im US-Senat
Graham vertrat den Bundesstaat South Carolina seit 2003 im Senat. Zuvor war er Mitglied des Repräsentantenhauses.
Er galt als erfahrener Politiker in Fragen der Aussen- und Sicherheitspolitik. Zu seinen Schwerpunkten gehörten unter anderem der Krieg in der Ukraine, die Beziehungen zum Iran und internationale Sicherheitsfragen.
Zuletzt führte Graham den Haushaltsausschuss des Senats.
Vom Trump-Kritiker zum Verbündeten
Das Verhältnis zwischen Graham und Trump veränderte sich über die Jahre stark.
Während Graham Trump im Wahlkampf 2016 noch scharf kritisiert hatte, entwickelte sich später eine enge politische Zusammenarbeit. Trump bezeichnete ihn in späteren Jahren als Freund und unterstützte seine geplante erneute Kandidatur für den Senat.
Trotz der Nähe zu Trump äusserte Graham auch gelegentlich Kritik, unter anderem nach der Erstürmung des US-Kapitols im Januar 2021.
Unterstützung für die Ukraine
Im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine gehörte Graham zu den Republikanern, die sich für eine härtere Linie gegenüber Moskau einsetzten.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sowie Aussenminister Andrij Sybiha zeigten sich nach seinem Tod erschüttert und würdigten seinen Einsatz für die Ukraine.






