Die US-Demokraten verlieren kurz vor den Zwischenwahlen einen wichtigen Kandidaten. Graham Platner kündigte an, seine Bewerbung für einen Sitz im US-Senat zurückzuziehen. Hintergrund sind schwere Vorwürfe früherer Partnerinnen.
Der 41-Jährige betont jedoch, dass sein Rückzug kein Schuldeingeständnis sei.
Rückzug nach schweren Vorwürfen
Graham Platner erklärte seinen Verzicht in einem Video auf der Plattform X. Er wies die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen entschieden zurück und erklärte, sämtliche Vorwürfe seien falsch.
Laut GMX wird Platner unter anderem von einer früheren Bekannten beschuldigt, sich vor einigen Jahren gewaltsam Zugang zu ihrem Haus verschafft und gegen ihren Willen Sex mit ihr gehabt zu haben. Die Vorwürfe weist der Demokrat zurück.
Demokraten geraten unter Druck
Platner hatte Anfang Juni die Vorwahl der Demokraten im Bundesstaat Maine deutlich gewonnen und galt als aussichtsreicher Kandidat für die Senatswahl bei den Zwischenwahlen im November.
In den vergangenen Tagen distanzierten sich jedoch immer mehr Parteimitglieder von ihm. Da Platner kurz vor seiner offiziellen Nominierung stand, wuchs der Druck erheblich. Mit seinem Rückzug kann die Partei nun einen neuen Kandidaten bestimmen.
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Wichtiges Rennen für die Mehrheiten im Kongress
Bei den Midterm-Wahlen am 3. November werden rund ein Drittel des US-Senats sowie das gesamte Repräsentantenhaus neu gewählt.
Da die Republikaner derzeit nur über knappe Mehrheiten verfügen, könnte jedes einzelne Mandat entscheidend sein. Besonders das Rennen im Bundesstaat Maine gilt für die Demokraten als von grosser Bedeutung.
Frühere Vorwürfe bereits bekannt
Schon während des Vorwahlkampfs war Platner wegen seines Umgangs mit Frauen in die Kritik geraten. Mehrere frühere Partnerinnen schilderten einschüchterndes Verhalten, eine Ex-Lebensgefährtin berichtete zudem von einer körperlichen Auseinandersetzung.
Platner räumte öffentlich ein, unter einer posttraumatischen Belastungsstörung sowie Alkoholmissbrauch gelitten zu haben. Die Vorwürfe körperlicher Übergriffe oder Einschüchterung bestritt er jedoch stets.






