Der Kanton Uri steht vor grossen Herausforderungen in der Pflege.
Bis 2040 steigt die Zahl der über 80-Jährigen um mehr als 80 Prozent.
Kanton und Gemeinden wollen deshalb die Langzeitpflege neu organisieren.
Warum ein neues Modell nötig ist
Schon heute stösst das bisherige System an Grenzen:
Kanton zuständig für Spitex
Gemeinden zuständig für Pflegeheime
steigender Wunsch, möglichst lange zu Hause zu leben
Ohne neue Angebote wie Betreutes Wohnen müssten bis 2040 rund 120 zusätzliche Pflegeheimplätze entstehen.

Projekt Weiterentwicklung Langzeitpflege Uri
Kanton und Gemeinden ziehen gemeinsam an einem Strick.
Ziel: Pflegeleistungen aus einer Hand anbieten
Erste Etappe: IST-Analyse, Kosten- und Bedarfsprognosen
Empfehlung: Gründung einer gemeinnützigen Aktiengesellschaft (gAG)
Diese gAG soll paritätisch von Kanton und Gemeinden getragen werden und die Planung, Steuerung und Finanzierung der Langzeitpflege bündeln.

Beteiligte Akteure
Das Projekt wird breit abgestützt. Mit dabei sind u. a.:
Pflegeheime Uri
Spitex Uri
Stiftung Behindertenbetriebe Uri (SBU)
Curaviva Uri
SRK Uri
Kantonsspital Uri
Pro Senectute Uri
Alzheimervereinigung Uri
Ärztevereinigung Uri
Was geplant ist
Ambulante und stationäre Pflege wird unter einem Dach koordiniert
Ausbau von Betreutem Wohnen, Tages- und Nachtstrukturen
Einbezug aller Pflegebetriebe und Mitarbeitenden
Bauprojekte wie Brickermatte und Betreutes Wohnen Schattdorf laufen weiter und werden integriert
Politischer Prozess
Nächster Schritt: Unterzeichnung einer Absichtserklärung (Letter of Intent) durch Gemeinden, Kanton und Institutionen
2027: Volksabstimmung über die neue Struktur
2028: Start der Vorbereitungen
2030: Aufnahme des Betriebs der neuen Unternehmung
Pflege langfristig sichern
Der Kanton Uri setzt mit der Reform der Langzeitpflege ein klares Signal:
Bedarfsgerecht, finanzierbar und gemeinsam getragen – so soll Pflege in Uri auch künftig gesichert bleiben.






