Im Brünig-Massiv bei Lungern im Kanton Obwalden entsteht ein unterirdischer Hochsicherheitstresor. Rund 100 Meter tief im Berg sollen 20 bis 25 private Felskavernen entstehen. Die Räume können für 99 Jahre erworben werden und kosten je nach Grösse rund 500’000 bis 775’000 Franken.
Schatzkammern tief im Brünig-Massiv
Im Brünig-Massiv entsteht ein ungewöhnliches Luxusprojekt für vermögende Kundinnen und Kunden. Die geplanten Felskavernen des «Brünig Mega Safe» liegen rund 100 Meter tief im Berg und sollen als besonders geschützte Lager- und Tresorräume dienen.
Gelagert werden darf grundsätzlich alles, was legal ist. Als mögliche Beispiele nennt das Projekt Gold, Kunst, Oldtimer und hochwertige Weine. Dank der Lage im Berg und der konstanten Temperatur sollen sich die Räume für unterschiedliche Arten von Wertgegenständen eignen.
Die Temperatur im Inneren des Berges beträgt laut den Betreibern ganzjährig rund 13 Grad. Das kann insbesondere für die Lagerung von Wein und bestimmten Kunstgegenständen von Vorteil sein.
Der Sicherheitsstandard soll deutlich über dem eines gewöhnlichen Lagerraums liegen. Nach einer ersten Schleuse müssen Besucherinnen und Besucher ihr Fahrzeug verlassen und weitere Sicherheitskontrollen passieren. Welche technischen und organisatorischen Massnahmen dabei eingesetzt werden, hält die Betreiberfirma aus Sicherheitsgründen unter Verschluss.
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Bis zu 25 private Felskavernen
Insgesamt sind zwischen 20 und 25 Kavernen in unterschiedlichen Grössen geplant. Die Preise beginnen laut den vorliegenden Angaben bei rund 500’000 Franken und reichen je nach Ausführung bis etwa 775’000 Franken.
Die Käufer erwerben die Kavernen nicht im klassischen Sinn als gewöhnliches Wohneigentum. Vorgesehen ist eine Nutzung über 99 Jahre im Baurecht mit entsprechendem Grundbucheintrag.
Nach Angaben des Projekts wurden bereits erste Verträge unterzeichnet. Damit richtet sich das Angebot an eine sehr vermögende Kundschaft, die ihre Wertgegenstände langfristig und unter besonderen Sicherheitsbedingungen lagern möchte.
Die Bauarbeiten laufen seit Anfang 2026. Die ersten Tresorräume sollen nach Angaben der Betreiber im Jahr 2027 fertiggestellt werden.
Neben den exklusiven Felskavernen werden bereits gewöhnlichere unterirdische Lagerflächen angeboten. Diese richten sich an Unternehmen und Privatpersonen, die Waren, Materialien oder Betriebsmittel geschützt und unter stabilen Bedingungen einlagern möchten.
Projekt sorgt in Lungern für unterschiedliche Reaktionen
Das Projekt stösst in der Region nicht ausschliesslich auf Zustimmung. Einige Einwohnerinnen und Einwohner von Lungern stehen dem Luxusprojekt kritisch gegenüber.
Gegenüber RTS wurde unter anderem kritisiert, dass mit dem Bau ein Angebot für Menschen geschaffen werde, die bereits über sehr grosse Vermögen verfügen. Andere Einheimische sehen die Entwicklung gelassener und verbinden mit dem Projekt auch mögliche wirtschaftliche Effekte für den Ort.
Die Betreiber betonen dagegen die Sicherheits- und Lagerfunktion der Anlage. Neben der Diskretion spielt dabei insbesondere der Schutz vor unbefugtem Zugriff eine zentrale Rolle.
Der Standort im Berg soll dafür besondere Voraussetzungen bieten. Die Felsstruktur des Brünig-Massivs besteht in diesem Bereich aus Quintner-Kalkstein. Die unterirdische Lage soll zudem einen zusätzlichen Schutz für die eingelagerten Gegenstände bieten.
Mit der Fertigstellung der ersten Tresorräume im Jahr 2027 dürfte das Projekt damit eine ungewöhnliche Form von Luxusimmobilie in der Zentralschweiz hervorbringen: private Lager- und Tresorräume tief im Berg, die über Jahrzehnte genutzt werden können.






