Er ist klein, glänzend und wirkt auf den ersten Blick harmlos.
Doch genau dieser Käfer bereitet den Schweizer Behörden zunehmend Sorgen.
Mit Beginn der Reisesaison startet der Bund jetzt eine landesweite Kampagne gegen den Japankäfer – aus Angst vor einer weiteren Ausbreitung.
Warum der Japankäfer so gefährlich ist
Der Japankäfer, wissenschaftlich Popillia japonica genannt, gilt als invasiver Schadorganismus.
Besonders problematisch: Der Käfer befällt mehr als 400 Pflanzenarten.
Dazu gehören unter anderem:
- Obstbäume
- Weinreben
- Mais
- Bohnen
- Rosen
- verschiedene Gemüsepflanzen
Während die erwachsenen Käfer Blätter, Blüten und Früchte zerstören, greifen die Larven die Wurzeln von Rasen- und Grünflächen an.
Ganze Ernten können zerstört werden
Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) warnt davor, dass der Käfer grosse wirtschaftliche Schäden verursachen kann.
In besonders betroffenen Regionen drohen massive Ernteausfälle.
Mehrere Befallsherde in der Schweiz
Bereits 2025 wurden in mehreren Kantonen grössere Befallsgebiete festgestellt.
Betroffen waren laut Behörden:
- Basel
- Tessin
- Zürich
- Wallis
Zusätzlich gingen Meldungen aus weiteren Kantonen ein.
Die Sorge der Behörden wächst vor allem jetzt – kurz vor den Sommerferien.
Reiseverkehr erhöht Risiko massiv
Von Juni bis September steigt die Gefahr einer Verbreitung stark an.
Der Grund: Der Käfer kann unbemerkt in:
- Autos
- Wohnmobilen
- Zügen
- Gepäckstücken
- Transportfahrzeugen
mitreisen.
Besonders entlang der Nord-Süd-Achsen sehen Fachleute ein erhöhtes Risiko.
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Bund lanciert Kampagne «Stopp Japankäfer»
Um die Bevölkerung zu sensibilisieren, startet der Eidgenössische Pflanzenschutzdienst (EPSD) gemeinsam mit den Kantonen eine neue Informationskampagne.
Diese läuft von Auffahrt bis Mitte August.
Wo die Kampagne sichtbar wird
Die Hinweise und Warnungen sollen unter anderem erscheinen:
- an Bahnhöfen
- an Verladebahnhöfen
- entlang wichtiger Verkehrsachsen
- in Tourismusregionen im Tessin
- in Online-Medien
Ziel ist es, Reisende und Touristinnen frühzeitig auf die Gefahr aufmerksam zu machen.
Bevölkerung soll Fahrzeuge kontrollieren
Das BLW appelliert an die Bevölkerung, wachsam zu bleiben.
Vor allem nach Reisen durch betroffene Gebiete sollen Fahrzeuge und Gepäck sorgfältig kontrolliert werden.
Das empfehlen die Behörden
Reisende sollen:
- Fahrzeuge vor der Rückreise überprüfen
- Gepäck kontrollieren
- verdächtige Insekten entfernen
- Sichtungen melden
Jede verhinderte Verschleppung könne helfen, die weitere Ausbreitung zu verlangsamen.
Vollständige Tilgung teilweise nicht mehr möglich
In gewissen Regionen gilt eine vollständige Ausrottung des Käfers inzwischen als unrealistisch.
Dennoch zeigen die bisherigen Massnahmen laut Behörden Wirkung.
Ausbreitung soll verlangsamt werden
Kantone und Fachpersonen setzen bereits auf:
- Überwachungsfallen
- Kontrollzonen
- Informationskampagnen
- gezielte Bekämpfungsmassnahmen
Besonders nördlich der Alpen soll der Schaden möglichst klein gehalten werden.
Was den Japankäfer erkennbar macht
Der Japankäfer ist etwa einen Zentimeter gross.
Typisch sind:
- metallisch grün glänzender Kopf
- kupferbraune Flügeldecken
- weisse Haarbüschel entlang des Hinterleibs
Wer einen verdächtigen Käfer entdeckt, soll dies den kantonalen Fachstellen melden.
Der Japankäfer entwickelt sich zunehmend zu einer ernsthaften Gefahr für Landwirtschaft und Umwelt in der Schweiz.
Mit der neuen Kampagne versucht der Bund nun, die Bevölkerung aktiv einzubeziehen und die weitere Ausbreitung möglichst zu bremsen.






