Die UBS hat im zweiten Quartal 2026 deutlich mehr Gewinn erzielt als von Analysten erwartet. Gleichzeitig kommt die Integration der übernommenen Credit Suisse weiter voran. Die Grossbank meldet Fortschritte bei Kosteneinsparungen, Vermögenszuflüssen und der Vereinfachung ihrer Infrastruktur.
Die Schweizer Grossbank UBS hat im zweiten Quartal einen Vorsteuergewinn von 3,6 Milliarden US-Dollar erzielt. Damit lag das Ergebnis deutlich über den Erwartungen der Analysten, die mit rund 3,1 Milliarden Dollar gerechnet hatten.
Der Reingewinn belief sich auf 2,8 Milliarden Dollar. Für das gesamte erste Halbjahr weist die UBS einen Vorsteuergewinn von 7,4 Milliarden Dollar und einen Konzerngewinn von 5,8 Milliarden Dollar aus.
Die Cost-Income-Ratio auf zugrunde liegender Basis lag bei 70 Prozent, die harte Kernkapitalquote (CET1) bei 14,4 Prozent.
UBS sieht sich bei Renditezielen auf Kurs
UBS-Group-Chef Sergio Ermotti bezeichnete die Ergebnisse als starke Leistung. Die Übernahme der Credit Suisse sei kein Geschenk gewesen, sondern eine Aufgabe, bei der sich die UBS den Erfolg erst erarbeiten müsse.
Nach Einschätzung von Ermotti zahlen sich die bisherigen Anstrengungen zunehmend aus. Die Grossbank sieht sich gut positioniert, um ihre Renditeziele für 2026 zu erreichen oder sogar zu übertreffen.
Die Integration der Credit Suisse bleibt dabei eines der wichtigsten Projekte in der Geschichte der UBS. Nach der Übernahme im Jahr 2023 arbeitet die Bank daran, Strukturen zusammenzuführen, Kosten zu reduzieren und technische Systeme zu vereinheitlichen.
Verwaltete Vermögen erreichen Rekordstand
Zum Wachstum trugen alle wichtigen Geschäftsbereiche bei. Im Global Wealth Management verzeichnete die UBS im zweiten Quartal Nettoneuzuflüsse von 36 Milliarden Dollar. Im ersten Halbjahr kamen insgesamt 73 Milliarden Dollar hinzu.
Auch das Asset Management entwickelte sich positiv. Dort flossen im zweiten Quartal sechs Milliarden Dollar an neuen Kundengeldern zu, im ersten Halbjahr waren es insgesamt 20 Milliarden Dollar.
Die verwalteten Vermögen erreichten Ende Juni einen Rekordwert von 7,3 Billionen Dollar. Besonders starke Zuflüsse verzeichnete die UBS in der Schweiz, in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) sowie im asiatisch-pazifischen Raum (APAC).
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Neues Aktienrückkaufprogramm geplant
Nach Abschluss eines bisherigen Aktienrückkaufprogramms im Juli kündigte die UBS ein weiteres Programm an. Bis Ende des zweiten Quartals 2027 sollen eigene Aktien im Umfang von bis zu drei Milliarden Dollar zurückgekauft werden.
In den kommenden drei Monaten plant die Bank Rückkäufe von mindestens einer Milliarde Dollar.
Mit solchen Programmen gibt die UBS überschüssiges Kapital an Aktionärinnen und Aktionäre zurück. Gleichzeitig muss die Bank jedoch die regulatorischen Kapitalanforderungen erfüllen.
CS-Integration erreicht wichtige Etappe
Bei der Integration der Credit Suisse sieht sich die UBS auf der Zielgeraden. Nach Abschluss der Datenmigration im März begann die letzte Phase der Zusammenführung.
Beim angestrebten Einsparziel von 13,5 Milliarden Dollar bis Ende des Jahres sei die Bank auf Kurs. Im zweiten Quartal kamen zusätzliche Bruttoeinsparungen von 1,1 Milliarden Dollar hinzu.
Seit Ende 2022 hat die UBS damit insgesamt 12,6 Milliarden Dollar an Bruttoeinsparungen erreicht. Dies entspricht rund 90 Prozent des geplanten Gesamtziels.
Auch bei der technischen Zusammenführung gibt es Fortschritte. Mehr als 90 Prozent der früheren Credit-Suisse-Anwendungen werden laut UBS nicht mehr genutzt, rund 70 Prozent seien bereits vollständig ausser Betrieb genommen.
Die Grossbank veröffentlichte zudem ein Dokument zur Diskussion über die Regulierung systemrelevanter Banken (Too-big-to-fail). Darin fasst UBS ihre Sicht auf Fakten und Hintergründe zusammen, ohne neue politische Forderungen zu stellen.
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