Damit hatten selbst Analysten nicht gerechnet.
Die UBS legt einen überraschend starken Start ins Jahr 2026 hin – und übertrifft die Erwartungen deutlich.
Was steckt hinter dem Gewinnsprung?
Gewinn deutlich über Erwartungen
Die Zahlen für das erste Quartal 2026 sorgen für Aufsehen:
- 3,04 Milliarden US-Dollar Gewinn
- +80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr
- Analystenschätzungen: nur rund 2,4 Milliarden
Auch vor Steuern zeigt sich ein ähnliches Bild:
- 3,84 Milliarden US-Dollar Gewinn vor Steuern
- Bereinigt sogar 3,99 Milliarden (+54%)
Ein grosser Teil stammt aus dem Kerngeschäft:
- Rund 50 Prozent aus der Vermögensverwaltung
Woher kommt der starke Gewinn?
Vermögensverwaltung bleibt Wachstumstreiber
Die globale Vermögensverwaltung läuft weiterhin auf Hochtouren:
- 37,4 Milliarden USD Nettoneugelder
- Zusätzliche 14 Milliarden im Asset Management
Das zeigt: Trotz unsicherer Märkte bleibt das Vertrauen der Kundschaft hoch.
Bessere Kosteneffizienz
Die UBS hat ihre Kosten im Griff:
- Erträge: 14,2 Milliarden USD (+13%)
- Aufwand: 10,3 Milliarden USD (stabil)
- Kosten/Ertrags-Verhältnis: verbessert auf 70,2%
Ein klares Signal für effizienteres Wirtschaften.
Integration der Credit Suisse auf Zielgeraden
Nach der Übernahme der Credit Suisse im Jahr 2023 steht die Integration kurz vor dem Abschluss.
Fortschritte im Überblick:
- 11,5 Milliarden USD Kosten eingespart
- Ziel bis Ende 2026: 13,5 Milliarden
- 1,2 Millionen Kundenkonten migriert
Die Bank spricht vom „Endspurt“.
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Weniger Mitarbeitende – weiterer Abbau möglich
Die Belegschaft schrumpft weiter:
- Aktuell: rund 101’600 Mitarbeitende
- Ende 2025: noch über 103’000
In der Branche wird spekuliert:
- Langfristig könnten es nur noch 80’000 Stellen sein
- In der Schweiz: etwa 3000 Entlassungen geplant
Politischer Druck und Kapitalfragen
Auch politisch bleibt es spannend:
Sergio Ermotti betont, man wolle „konstruktiv“ an der Diskussion teilnehmen.
Hintergrund:
- Neue Eigenkapitalregeln in der Schweiz
- Möglicher zusätzlicher Kapitalbedarf: 22 Milliarden USD
Bundesrätin Karin Keller-Sutter hatte zuletzt Kritik am Lobbying der Bank geäussert.
Aktienrückkäufe und Dividende
Die UBS bleibt attraktiv für Investoren:
- 0,9 Milliarden USD Aktienrückkäufe im Q1
- Geplant: 3 Milliarden bis Q2
- Dividende soll im mittleren zweistelligen Prozentbereich steigen
Ausblick: Stabil – aber mit Risiken
Die Bank zeigt sich vorsichtig optimistisch:
- Märkte bleiben „weitgehend widerstandsfähig“
- Hoffnung auf diplomatische Lösungen im Nahen Osten
Doch:
- Risiken bleiben erhöht
- Geopolitische Unsicherheiten könnten Einfluss nehmen
Fazit: Starkes Quartal mit Signalwirkung
Die UBS liefert erneut Zahlen, die überraschen – und setzt damit ein klares Zeichen am Finanzmarkt.
Der Gewinnsprung zeigt:
- Integration funktioniert
- Kerngeschäft ist robust
- Effizienz steigt spürbar
Doch der Druck durch Regulierung und Stellenabbau bleibt.
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