Die UBS muss in den USA wegen Mängeln bei der Überwachung verdächtiger Finanztransaktionen insgesamt 145 Millionen Dollar bezahlen. Die US-Behörden werfen der Grossbank vor, zwischen 2019 und 2023 Meldungen über verdächtige Aktivitäten nicht rechtzeitig eingereicht zu haben.
FinCEN verhängt Rekordbusse gegen UBS-Tochter
Die US-Geldwäscherei-Aufsicht FinCEN hat gegen die UBS-Einheit UBS Financial Services Inc. eine Zivilbusse von 125 Millionen Dollar verhängt. Nach Angaben der Behörde handelt es sich um die bisher höchste Strafe gegen einen Broker-Dealer wegen Verstössen gegen die US-Geldwäschereivorschriften.
FinCEN kritisiert, dass die UBS über mehrere Jahre hinweg nicht ausreichend sichergestellt habe, dass verdächtige Transaktionen erkannt und fristgerecht gemeldet werden. Die Behörde bezeichnete die UBS dabei ausdrücklich als Wiederholungstäterin.
Die Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäscherei verpflichten Finanzinstitute in den USA dazu, verdächtige Aktivitäten zu überwachen und entsprechende Meldungen an die Behörden weiterzugeben.
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Zusätzliche Busse durch US-Börsenaufsicht SEC
Neben der FinCEN-Strafe verhängte auch die US-Börsenaufsicht U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) eine separate Busse gegen die UBS. Diese beträgt 20 Millionen Dollar.
Auch die SEC wirft der Bank vor, zwischen 2019 und 2023 wiederholt verdächtige Transaktionen nicht rechtzeitig gemeldet zu haben. Die beiden Verfahren führen zusammen zu einer Gesamtbelastung von 145 Millionen Dollar.
Die UBS hat sich zu den Entscheiden der US-Behörden zunächst nicht öffentlich geäussert.
Erneuter regulatorischer Druck auf Grossbank
Die neue Strafe fällt in eine Phase, in der die UBS international verstärkt im Fokus von Aufsichtsbehörden steht. Nach der Übernahme der Credit Suisse arbeitet die Grossbank zudem an der Integration der ehemaligen Konkurrentin und muss gleichzeitig strengere regulatorische Anforderungen erfüllen.
Geldwäscherei-Kontrollen gehören zu den wichtigsten Pflichten international tätiger Banken. Verstösse können hohe finanzielle Strafen sowie zusätzliche Auflagen durch Behörden nach sich ziehen.
Für die UBS kommt die Busse zu einem Zeitpunkt, in dem der Konzern seine internationale Position weiter ausbauen und das Vertrauen von Kunden, Investoren und Behörden stärken will.






