Ruhe an der Bankenfront – wirklich?
Die Diskussion um strengere Kapitalregeln für die UBS sorgt seit Monaten für Spannung.
Doch nun sendet die SNB ein deutliches Signal.
Die Grossbank scheint bereits heute besser abgesichert zu sein als viele erwartet haben.
SNB gibt Einschätzung zur UBS
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) Schweizerische Nationalbank kommt in ihrem neuen Finanzstabilitätsbericht zu einem klaren Schluss:
Die UBS UBS verfügt bereits über genügend Kapital, um die geplanten neuen Anforderungen der Regierung zu erfüllen.
Zentrale Punkte im Überblick:
- Kapitalreserven der Schweizer Einheit: rund 9 Milliarden US-Dollar
- Bereits ausreichende Puffer für Reformanforderungen
- Mögliche Einhaltung trotz Übergangsphase und Dividendenausschüttungen
Worum es bei den neuen Regeln geht
Die Regierung will die Grossbank stärker absichern. Konkret steht zur Diskussion:
- Vollständige Kapitalunterlegung von Auslandseinheiten
- Erhöhung der CET1-Anforderungen (hartes Kernkapital)
- Reduktion von Risiken aus internationalen Tochtergesellschaften
Derzeit liegt die Unterlegung bei rund 60 Prozent, künftig könnte sie deutlich steigen.
🚨 Breaking News direkt aufs Smartphone
Verpasse keine Eilmeldung mehr – jetzt den imTicker WhatsApp-Kanal abonnieren:
👉 imTicker auf WhatsApp abonnieren
Regierung vs. Bank: ein offener Konflikt
Die UBS warnt, dass die geplanten Änderungen erhebliche Folgen haben könnten:
- höherer Kapitalbedarf (geschätzt: rund 20 Milliarden Dollar zusätzlich)
- mögliche Einschränkungen des Geschäftsmodells
- Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit
Die Bank argumentiert, dass dies auch der Schweizer Wirtschaft schaden könnte.
SNB, FINMA und IWF ziehen an einem Strang
Die Position der Behörden ist klar:
- SNB unterstützt vollständige Kapitalunterlegung
- FINMA sieht ähnliche Risiken
- Internationaler Währungsfonds (IWF) Internationaler Währungsfonds befürwortet den Ansatz ebenfalls
Auch die Erfahrungen aus der Krise der Credit Suisse werden als Argument genannt.
Wie stabil ist das System wirklich?
Die SNB betont in ihrem Bericht:
- Schweizer Banken sind grundsätzlich gut kapitalisiert
- Die meisten Institute könnten Stressszenarien bewältigen
- Die UBS bleibt jedoch ein Sonderfall durch ihre globale Struktur
Besonders ein globales Rezessionsszenario würde die Bank stark treffen.
Politischer Prozess geht weiter
Die Entscheidung ist noch nicht gefallen:
- Parlament berät weiter über Reformpaket
- Ausschuss trifft sich im August erneut
- Mögliche Anpassungen wahrscheinlich, aber Richtung bleibt klar






