Der UBS-Chef Sergio Ermotti erhält für das Geschäftsjahr 2025 erneut eine Gesamtvergütung von 14,9 Millionen Franken. Die Bezahlung bleibt damit auf dem Niveau des Vorjahres – während die Grossbank mitten in der historischen Integration der Credit Suisse steht.
Die UBS hat am Montag ihren Geschäftsbericht veröffentlicht und darin auch die Vergütung der Konzernleitung offengelegt. Daraus geht hervor, dass CEO Sergio Ermotti für das Geschäftsjahr 2025 insgesamt 14,9 Millionen Franken erhalten hat.
Die Vergütung setzt sich aus einem Fixgehalt von 2,8 Millionen Franken und einem variablen Bonus von 12,1 Millionen Franken zusammen. Damit bleibt die Entschädigung des Bankchefs exakt gleich hoch wie im Jahr zuvor.
Konzernleitung erhält über 145 Millionen Franken
Nicht nur der CEO wird grosszügig bezahlt. Die gesamte Konzernleitung der UBS erhielt für das Jahr 2025 zusammen 145,3 Millionen Franken. Im Vorjahr waren es 143,6 Millionen Franken gewesen.
Die UBS begründet die Vergütung traditionell mit der internationalen Konkurrenz um erfahrene Führungskräfte und mit der enormen Verantwortung, die mit der Leitung einer global systemrelevanten Bank verbunden ist.
Historische Aufgabe: Integration der Credit Suisse
Sergio Ermotti wurde im Frühjahr 2023 erneut zum UBS-Chef ernannt. Seine zentrale Aufgabe besteht darin, die Übernahme und Integration der ehemaligen Credit Suisse umzusetzen – eine der grössten Bankenfusionen der europäischen Finanzgeschichte.
Dabei muss die UBS mehrere Herausforderungen gleichzeitig bewältigen:
- Integration von Geschäftsbereichen und IT-Systemen
- Abbau von Risiken aus der Credit-Suisse-Übernahme
- Anpassung an strengere regulatorische Anforderungen
- Ausbau des globalen Vermögensverwaltungsgeschäfts
Die UBS gehört heute zu den grössten Vermögensverwaltern der Welt und verwaltet Vermögen von mehreren Billionen Dollar.
Debatte um Managerlöhne bleibt politisch brisant
Die Höhe der Vergütung sorgt regelmässig für politische Diskussionen in der Schweiz. Besonders seit der staatlich begleiteten Übernahme der Credit Suisse stehen Managerlöhne bei Grossbanken stärker im Fokus der Öffentlichkeit.
Kritiker verlangen strengere Regeln oder Obergrenzen für Vergütungen im Bankensektor. Befürworter argumentieren hingegen, dass internationale Topmanager nur mit konkurrenzfähigen Gehältern gewonnen werden können.
Fest steht: Die Verantwortung des UBS-Chefs ist enorm – und sein Einkommen gehört weiterhin zu den höchsten in der europäischen Bankenbranche.






