Was, wenn ein Tunnel mehr Energie erzeugt, als er verbraucht?
Genau das passiert jetzt im Bündnerland – und könnte Vorbild für die ganze Schweiz werden.
Solarstrom für den Tunnelbetrieb
Der Alvaschein-Tunnel liegt an der Nationalstrasse A29 zwischen Solis und Tiefencastel. Rund 450 Meter östlich befindet sich die Stützmauer Alvaschein I – ein idealer Standort für Solarenergie.
Seit Dezember 2025 betreibt das Bundesamt für Strassen ASTRA dort eine Photovoltaikanlage.
Die wichtigsten Fakten:
Fläche: 920 m²
Module: 427 Solarpanels
Jahresproduktion: ca. 175’000 kWh
Nutzung: Energieversorgung des Tunnelbetriebs
Die Anlage nutzt eine bestehende Sichtbetonmauer – zusätzliche Landschaftsflächen werden nicht beansprucht.
Mehr Energie als der Tunnel braucht
Die erste Auswertung seit Inbetriebnahme zeigt:
Stromproduktion übertrifft den Tunnelverbrauch
rund 30 % Energieüberschuss pro Jahr
Damit wird der Alvaschein-Tunnel zum zweiten Energie-Plus-Tunnel im Schweizer Strassennetz.
Bereits zuvor setzte die Photovoltaikanlage Karlihof an der A28 Massstäbe.
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Warum Energie-Plus-Tunnel wichtig sind
Tunnel benötigen Strom für:
Beleuchtung
Lüftungssysteme
Sicherheitstechnik
Verkehrsleitsysteme
Eigenproduzierter Solarstrom reduziert Betriebskosten und CO₂-Emissionen.
Beitrag zur Energiestrategie 2050
Mit Projekten wie jenem in Alvaschein verfolgt das ASTRA konsequent das Ziel, erneuerbare Energien entlang der Nationalstrassen auszubauen.
Photovoltaikanlagen leisten einen direkten Beitrag zur Energiestrategie 2050 und stärken die nachhaltige Infrastruktur der Schweiz.
Der Tunnel Alvaschein zeigt, wie bestehende Infrastruktur zur Energiequelle werden kann.
Ein Tunnel, der Strom produziert statt verbraucht – ein starkes Signal für die nachhaltige Zukunft des Verkehrs.










