Hafenverbot sorgt für internationale Kritik
Ein gechartertes Kreuzfahrtschiff mit LGBTQ-Passagieren darf in der Türkei nicht anlegen.
Die Entscheidung der Behörden sorgt für Diskussionen über Tourismus, Politik und gesellschaftliche Werte.
Behörden sprechen von „moralischen Werten“
Die türkischen Behörden untersagten dem Kreuzfahrtschiff „Scarlet Lady“ das Anlegen in Kuşadası und Istanbul.
Laut GMX begründete das Gouverneursamt von Aydın die Entscheidung mit sogenannten „moralischen Werten“ und erklärte, dass das Schiff Gruppen befördere, deren Auftreten nicht mit gesellschaftlichen Normen vereinbar sei.
Route kurzfristig geändert
Der US-Veranstalter Atlantis Events bestätigte das Verbot.
Das Unternehmen teilte mit, dass die Route angepasst wurde und das Schiff nun stattdessen Häfen in Ägypten und Griechenland anlaufen werde.
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Politischer Druck im Vorfeld
Vor der Entscheidung hatten konservative Stimmen in der Türkei öffentlich gegen den geplanten Hafenbesuch mobilgemacht.
Auch regierungsnahe Medien hatten das Vorhaben kritisiert und eine Absage gefordert, was den Druck auf die Behörden zusätzlich erhöhte.
Weitere Massnahmen in Istanbul
Parallel wurde in Istanbul eine Bar geschlossen, die laut Behörden mit der Veranstaltung in Verbindung gestanden haben soll.
Die Behörden begründeten die Massnahme mit angeblichen Verstossen gegen Vorschriften.
Internationale Reaktionen bleiben nicht aus
Der Betreiber der Kreuzfahrt erklärte, es sei der erste Fall in der Unternehmensgeschichte, in dem ein Anlegen aufgrund der Identität der Passagiere verweigert worden sei.
Die Entscheidung dürfte die Debatte über LGBTQ-Rechte und Tourismus in der Türkei weiter verschärfen.






