Drei tote Polizisten.
125 Festnahmen.
Und ein entschlossener Innenminister.
Die Türkei hat eine landesweite Anti-Terror-Operation gestartet – gegen mutmassliche Mitglieder des Islamischen Staates (IS). Der Hintergrund: ein blutiger Einsatz, der das ganze Land erschütterte.
Was passierte in Yalova?
Am Montag kam es in der Provinz Yalova, nordwestlich von Istanbul, zu einem stundenlangen Feuergefecht zwischen Sicherheitskräften und mutmasslichen IS-Kämpfern.
Die Bilanz:
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3 getötete Polizisten
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6 tote IS-Mitglieder (alle türkische Staatsbürger)
Der Vorfall markierte den blutigsten Anti-Terror-Einsatz seit Monaten. Nur einen Tag später folgte die erste Reaktion des Staates – mit massiven Konsequenzen.
125 Festnahmen bei Grossrazzia
Am darauffolgenden Morgen schlug der türkische Staat zurück.
Laut Innenminister Ali Yerlikaya:
„Wir haben heute Morgen in 25 Provinzen im Rahmen von zeitgleichen Operationen 125 mutmassliche IS-Mitglieder festgenommen.“
Die Operationen fanden unter anderem in Istanbul, Ankara und Yalova statt. Beamte durchsuchten Wohnungen, setzten Handschellen an, sicherten Beweismaterial.
Ein Videoausschnitt zeigt maskierte Einsatzkräfte bei Hausdurchsuchungen im Morgengrauen.
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Weitere Razzien gegen Extremismus
Bereits am Dienstag hatte die Türkei 357 Personen festgenommen, ebenfalls im Zusammenhang mit mutmasslichen IS-Aktivitäten.
Innenminister Yerlikaya veröffentlichte auf X (ehemals Twitter) ein klares Statement:
„Diejenigen, die unsere Brüderlichkeit, unsere Einheit, unsere Geschlossenheit gefährden wollen, werden es nur mit der Macht unseres Staates und der Einheit unserer Nation zu tun bekommen.“
Die Berichte über die Operationen wurden unter anderem von ansa.it bestätigt.
Warum jetzt?
Die Türkei gilt als Transit- und Rückzugsgebiet für Dschihadisten und steht unter wachsendem Druck, gegen islamistische Netzwerke vorzugehen.
Gründe für die Eskalation:
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Verstärkte Aktivitäten des IS in der Region
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Anschläge auf Sicherheitskräfte und Behörden
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Internationale Forderungen nach entschlossenerem Vorgehen
Ein Land im Alarmzustand.
Ein Innenminister, der klare Kante zeigt.










