Angriff in Ternopil: «Entsetzt über zivile Opfer»
Ein gezielter Angriff, Hunderte Kilometer von der Front entfernt – und erneut trifft es die Zivilbevölkerung.
UN-Hochkommissar Volker Türk zeigt sich «entsetzt» über die zunehmenden russischen Langstreckenangriffe auf ukrainische Städte.
Die Angriffe auf Ternopil, weit im Westen der Ukraine, machen laut Türk das ganze Ausmass einer Strategie sichtbar, die „zutiefst alarmierend“ sei.
Der Winter beginnt – und Russland greift gezielt Infrastruktur an
„Dies war der sechste dokumentierte Großangriff auf die Energieinfrastruktur innerhalb von zwei Monaten“, erklärte Türk laut ohchr.org.
Er betont:
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Massive Stromausfälle in vielen Gebieten
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Ausfälle bei Heizung und Wasser mitten im Winter
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„Zivilisten werden gezielt in Angst und Dunkelheit gestürzt“
Humanitäres Völkerrecht: Russland verletzt fundamentale Prinzipien
Laut Türk verletzen diese Angriffe wiederholt das humanitäre Völkerrecht, insbesondere:
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das Unterscheidungsgebot (Zivilisten vs. militärische Ziele)
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das Verhältnismässigkeitsprinzip
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die Pflicht zur Vorsorge zum Schutz von Zivilisten
„Diese Verstösse müssen unverzüglich, gründlich und unabhängig untersucht werden.“
Türk fordert: Russland muss Truppen abziehen
Der UN-Hochkommissar ruft die Russische Föderation eindringlich auf:
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Abzug aller Streitkräfte von ukrainischem Territorium
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Einhaltung der UN-Charta und bindender Entscheidungen, etwa des Internationalen Gerichtshofs
Fazit: Der Krieg trifft die Ukraine nun im Kern der Zivilgesellschaft
Ternopil steht exemplarisch für eine Eskalation, die tief ins Landesinnere reicht – mit gravierenden humanitären Folgen.










