Nach dem Aus im WM-Halbfinale gegen Argentinien steht Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel in der Kritik. Medien und ehemalige Spieler hinterfragen einzelne Entscheidungen des Trainers. Tuchel reagiert darauf mit Verweis auf die Gesamtleistung der Mannschaft und die Chance auf das beste WM-Ergebnis seit Jahrzehnten.
Tuchel sieht WM-Erfolg trotz Halbfinal-Aus
Thomas Tuchel weist die Kritik nach dem verlorenen Halbfinale zurück und fordert eine differenzierte Betrachtung der Leistung Englands. Im Spiel um Platz drei gegen Frankreich könne seine Mannschaft weiterhin ein historisches Ergebnis erreichen.
«Wenn wir morgen gewinnen, ist es das beste Ergebnis bei einer Weltmeisterschaft seit 60 Jahren. Es ist alles eine Frage der Perspektive», sagte der englische Nationaltrainer vor der Partie in Miami Gardens.
England hatte das Halbfinale gegen Argentinien mit 1:2 verloren. Die Mannschaft führte dabei lange mit 1:0, ehe Argentinien das Spiel in der Schlussphase drehte.
Abstand zu Spanien und Argentinien bleibt bestehen
Tuchel räumte ein, dass England im Vergleich zu den aktuellen Spitzenmannschaften Spanien und Argentinien noch aufholen müsse. Besonders die gewonnenen Titel hätten diesen Nationen über Jahre einen Vorteil verschafft.
«Die Lücke ergibt sich durch die Titel. Das haben sie sich über Jahre aufgebaut. Aber es ist möglich, sie zu schliessen», erklärte der 52-Jährige.
Laut GMX betonte Tuchel zudem, dass er seinen im Februar verlängerten Vertrag mit dem englischen Verband FA bis zur Europameisterschaft 2028 erfüllen wolle. Trotz der Enttäuschung nach dem Halbfinal-Aus sieht er weiterhin Entwicklungsmöglichkeiten für das Team.
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Niederlage bleibt für Tuchel eine Enttäuschung
Die Niederlage gegen Argentinien beschäftigt den deutschen Trainer weiterhin. Nach dem ersten Schock sei die Enttäuschung mit jedem Tag stärker geworden.
«Es wird eine Narbe bleiben. Es ist nicht die erste und es wird nicht die letzte sein», sagte Tuchel über die schmerzhafte Erfahrung.
Kritisiert wurden vor allem seine taktischen Entscheidungen während des Spiels. Tuchel erklärte jedoch, dass er die vorgenommenen Änderungen nicht bereue. Er würde es eher bedauern, nicht auf die Spielsituation reagiert zu haben.
Gleichzeitig übernahm er die Verantwortung für die Entscheidungen. Niemand könne jedoch wissen, wie sich alternative Szenarien entwickelt hätten.
Belastung vor dem Halbfinale war entscheidend
Tuchel sieht auch die körperliche Belastung als einen Faktor für das Ausscheiden. Die Spiele gegen Mexiko und Norwegen hätten der Mannschaft viel Energie gekostet.
Besonders die Partie gegen Mexiko-Stadt in Unterzahl sowie die schwierigen Wetterbedingungen in Florida hätten mehr Kraft verbraucht als erwartet.
Für das Spiel um Platz drei gegen Frankreich plant Tuchel mehrere Veränderungen. Die Erwartungen bleiben dennoch hoch. Die Mannschaft müsse zeigen, welche Mentalität sie habe, sagte der Trainer.






