England hat gegen Spanien eine spektakuläre Partie mit 2:3 verloren und dabei nach einer zwischenzeitlichen Führung erneut einen Einbruch erlebt. Auch ein verschossener Elfmeter von Harry Kane sorgte für Diskussionen. Für Nationaltrainer Thomas Tuchel steigt damit der Druck vor dem nächsten Spiel in Tschechien.
England verspielt Führung gegen Spanien
Thomas Tuchel nahm nach dem Abpfiff im Wembley-Stadion immer wieder einen Schluck aus seiner Wasserflasche. „Es ist nicht das Ergebnis, das wir wollten“, sagte der deutsche Nationaltrainer nach der 2:3-Niederlage gegen Spanien. Seine Mannschaft müsse die Partie nun analysieren, sich davon erholen und aus den Fehlern lernen.
Laut GMX sorgte insbesondere die Leistung der englischen Defensive für Kritik. Der „Telegraph“ stellte die Frage, wann Tuchel die Abwehr der Three Lions stabilisieren könne. Gegen Spanien zeigte England zwar über weite Strecken eine starke und offensive Leistung, leistete sich aber zu viele individuelle Fehler.
Nach einem frühen Rückstand drehten die Engländer die Partie zunächst und gingen mit 2:1 in Führung. Anschliessend bot sich die grosse Chance auf das 3:1.
Kane scheitert beim Elfmeter
Harry Kane trat zum Strafstoss an, rutschte beim Schuss jedoch aus. Der Ball flog am Tor vorbei. Für England erwies sich die Szene als wichtiger Wendepunkt.
„Leider bin ich ausgerutscht, mein linker Fuss hat nachgegeben, aber so ist das Leben eines Stürmers“, erklärte Kane. Tuchel sah ebenfalls eine entscheidende Szene: Mit dem möglichen 3:1 hätte seine Mannschaft Spanien möglicherweise den entscheidenden Schlag versetzen können.
Stattdessen verlor England zunehmend die Kontrolle über die Partie. Spanien nutzte die Fehler aus und drehte das Spiel erneut. Medien wie der „Guardian“ erinnerten angesichts des Einbruchs an frühere Rückschläge der englischen Nationalmannschaft.
Tuchel sieht zu viele Fehler
Tuchel machte nach der Partie vor allem die eigenen Fehler für die Niederlage verantwortlich. Seine Mannschaft habe „zu viele grosse Fehler in entscheidenden Bereichen gemacht“, erklärte der Trainer.
Dass Spieler von Manchester City wegen des aktuellen Finanzverfahrens gegen den Klub abgelenkt gewesen sein könnten, glaubt Tuchel dagegen nicht. Er könne sich vorstellen, dass innerhalb der Mannschaft darüber gesprochen worden sei, mehr aber nicht.
Auch Kane sah Parallelen zu früheren Spielen. England habe bereits bei der Weltmeisterschaft ein gutes Niveau erreicht, dieses aber nicht über die gesamte Spielzeit halten können. Gegen Spanien sei es erneut ähnlich gewesen.
Vor Tschechien steigt der Druck
Vor der Partie war in England erneut über die sogenannte „DNA“ der Nationalmannschaft diskutiert worden. Hintergrund sind frühere Aussagen Tuchels über die Spielweise der Engländer und den Vergleich mit Spanien, Argentinien und Brasilien.
Gegen Spanien zeigte sich, dass England unter Tuchel offensiv Fortschritte gemacht hat. Gleichzeitig bleiben die defensiven Schwächen ein Thema.
Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt nicht. Bereits am Dienstag steht das nächste Spiel in Tschechien an. Eine weitere Niederlage würde die Diskussionen um Tuchels Arbeit bei der englischen Nationalmannschaft weiter verstärken. Der Trainer selbst forderte, die positiven Aspekte aus dem Spanien-Spiel mitzunehmen und gleichzeitig die eigenen Fehler deutlich zu reduzieren.






