Ein Visum wie kein anderes – und nur für die Reichsten der Welt.
Donald Trump hat ein neues Programm vorgestellt, das Aufsehen erregt: Für eine Million Dollar sollen Ausländer künftig einen schnellen Weg zur US-Staatsbürgerschaft erhalten. Kritiker sprechen von einer „Einreise für Millionäre“.
Was steckt hinter der Trump „Gold Card“?
Die sogenannte Trump Gold Card ist laut offizieller Website ein beschleunigtes US-Visum, das wohlhabenden Antragstellern einen direkten Weg zur Staatsbürgerschaft eröffnet. Wer mindestens 1 Million US-Dollar zahlt, erhält eine Aufenthaltserlaubnis in „Rekordzeit“.
Der ehemalige Präsident bezeichnete das Programm in den sozialen Medien als „revolutionär“:
„SO SPANNEND! Unsere grossartigen amerikanischen Unternehmen können endlich ihre unschätzbaren Talente behalten.“
Unternehmen, die ausländische Fachkräfte sponsern möchten, müssen 2 Millionen Dollar plus Gebühren zahlen. Eine geplante „Platinum Card“ soll für 5 Millionen Dollar erhältlich sein und besondere Steuervorteile bieten.
Wer kann die Gold Card beantragen?
Laut der offiziellen Programmseite richtet sich die Karte an Personen, die den USA einen „erheblichen Nutzen“ bringen – etwa durch Investitionen, Innovationen oder Arbeitsplätze.
Privatpersonen müssen zusätzlich eine nicht erstattungsfähige Bearbeitungsgebühr von 15.000 Dollar bezahlen.
Die Goldkarte sei laut Trump vor allem für hochqualifizierte und produktive Menschen gedacht:
„Wir wollen produktive Menschen“, sagte er. „Diejenigen, die 5 Millionen US-Dollar zahlen können, werden Arbeitsplätze schaffen. Das wird sich wie verrückt verkaufen.“
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Kritik und politische Debatte
Das Programm sorgt bereits für hitzige Diskussionen in Washington. Demokraten werfen Trump vor, ein „Visa-System für Reiche“ zu schaffen, das Ungleichheit zementiere.
Laut bbc.com könnte das Programm „ein gefährlicher Präzedenzfall“ sein, da es Einwanderung zunehmend an Wohlstand statt an Qualifikation binde.
Gleichzeitig hat die Regierung die Einwanderungsregeln für weniger wohlhabende Antragsteller verschärft:
Gebühren für Arbeitsvisa wurden erhöht.
Asylverfahren ausgesetzt oder überprüft.
Für H-1B-Visaanträge (IT-Fachkräfte) gilt nun eine Gebühr von 100.000 US-Dollar.
Diese Massnahmen treffen vor allem Studierende und Fachkräfte aus dem Ausland – während die Gold Card den Superreichen neue Türen öffnet.
Ein „Green-Card“-Luxusersatz
Trump selbst vergleicht das Programm mit der traditionellen Green Card, die Einwanderern nach fünf Jahren einen Antrag auf Staatsbürgerschaft ermöglicht. Doch anders als die Green Card richtet sich die Gold Card ausschliesslich an jene, die sich den Eintritt leisten können.
Kritiker nennen das Projekt daher zynisch ein „Einwanderungsvisum mit Preisschild“. Befürworter hingegen sehen darin einen Weg, mehr Kapital und Talente in die USA zu holen – besonders in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit.
Mit der Gold Card öffnet Donald Trump eine neue Tür in der US-Einwanderungspolitik – eine, durch die nur die Reichsten gehen können.










