Ein Präsident im Angriffsmodus
Donald Trump polarisiert erneut mit martialischer Rhetorik.
Nach Venezuela, Grönland und dem Iran ist jetzt Kuba das nächste Ziel seiner Drohungen.
Doch was steckt hinter dem jüngsten Ausbruch auf Truth Social?
Und welche Folgen hätte ein Öl-Stopp für die ohnehin krisengeschüttelte Karibikinsel?
„Kein Öl mehr für Kuba“ – Trumps Drohung sorgt für Alarm
US-Präsident Donald Trump veröffentlichte am Sonntag eine neue Kampfansage:
Sollte Venezuela fallen, werde auch Kuba „kein Öl oder Geld mehr bekommen“.
Er sprach davon, dass US-Elitesoldaten Venezuelas Präsident Nicolás Maduro festgenommen hätten.
Damit stehe auch Kubas kommunistisches Regime kurz vor dem Zusammenbruch – zumindest laut Trump.
Wörtlich schrieb er auf Truth Social:
„Ich rate ihnen dringend, einen Deal abzuschliessen, bevor es zu spät ist.“
Doch worin dieser „Deal“ bestehen soll, sagte er nicht.
Die Fakten hinter dem Konflikt
Kuba ist seit Jahrzehnten ein enger Verbündeter Venezuelas.
Die Insel erhält von dort vergünstigtes Öl – im Austausch für Ärzte und mutmasslich auch Sicherheitspersonal.
Laut Trumps Darstellung:
wurden bei der Festnahme Maduros am 3. Januar in Caracas
32 kubanische Sicherheitskräfte getötet
die dem Schutz des venezolanischen Präsidenten dienten
Laut gmx.ch ist Trump überzeugt:
Ohne Öl aus Venezuela wird die kubanische Regierung kollabieren.
Antwort aus Havanna: „Keine Bezahlung für Sicherheitsdienste“
Kubas Aussenminister Bruno Rodríguez reagierte prompt via X:
„Kuba erhält weder finanzielle noch materielle Vergütung für Sicherheitsdienstleistungen, die es für ein anderes Land erbringt.“
Er warf den USA vor, sich wie eine
„kriminelle Hegemonialmacht“
zu verhalten, die weltweit Frieden und Sicherheit bedrohe.
Grönland, Dänemark, Iran – Trumps Drohkulisse wächst
Kuba ist kein Einzelfall: Trumps Außenpolitik ähnelt zunehmend einer Kettenreaktion von Drohungen.
Iran:
Trump spricht von einer neuen Ära der Freiheit für Iraner, deutet Hilfe für Demonstranten an – und droht erneut mit Militärschlägen.
Grönland & Dänemark:
Er will das rohstoffreiche Grönland übernehmen – notfalls mit Gewalt.
Politiker in Nuuk und Kopenhagen zeigen sich empört.
„Wir wollen keine Amerikaner sein, wir wollen Grönländer sein“, so die klare Botschaft aus dem Inselparlament.
EU-Reaktion:
Schwedens Premier Kristersson stellte sich hinter Dänemark und verurteilte Trumps „drohende Rhetorik“.
NATO warnt vor Vertrauensverlust
Ein Eingreifen in Grönland wäre ein Angriff auf ein NATO-Mitglied – mit schwerwiegenden Konsequenzen:
CDU-Aussenpolitiker Armin Laschet:
„Ein militärisches Vorgehen gegen ein kleines NATO-Land würde das letzte Vertrauen in die Allianz zerstören.“
Die USA betreiben auf Grönland bereits die Pituffik Space Base,
ein Schlüsselpunkt für Raketenfrühwarnsysteme.
Trumps Drohstrategie bringt Spannungen auf Weltbühne
Donald Trump spielt mit dem Feuer:
Seine unausweichlichen Ultimaten an Kuba, den Iran, Grönland und andere Staaten
erhöhen den Druck in einem bereits instabilen geopolitischen Umfeld.










