US-Präsident Donald Trump hat die Gedenkfeier zum 25. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 genutzt, um den Krieg gegen den Iran zu verteidigen. Bei der Zeremonie am Pentagon erklärte Trump, die USA hätten keine andere Wahl und müssten einen Sieg erringen. Zugleich bekräftigte er, dass der Iran keine Atomwaffe besitzen dürfe.
Trump verbindet Gedenken mit Iran-Krieg
Trump nahm am Donnerstag an der Gedenkveranstaltung am Hauptsitz des US-Verteidigungsministeriums bei Washington teil. In seiner Rede erinnerte er zunächst an die Opfer der Anschläge, sprach anschliessend jedoch ausführlich über den aktuellen Krieg mit dem Iran.
Laut GMX erklärte Trump, die USA würden niemals vergessen, weshalb sie heute kämpften. Es könne nur den Sieg geben, sagte der US-Präsident. Zudem betonte er, der Iran werde niemals eine Atomwaffe besitzen.
Trump bezeichnete die Islamische Republik Iran als weltweit führenden staatlichen Unterstützer des Terrorismus. Die US-Soldaten würden derzeit dafür sorgen, dass das Land keine Atomwaffe erhalte.
Auch Verteidigungsminister Pete Hegseth sprach bei der Gedenkveranstaltung über den Iran. Er sagte, die USA hätten in den vergangenen sechs Monaten den bedeutendsten staatlichen Sponsor des Terrorismus «in Schutt und Asche gelegt».
Fast 3’000 Menschen starben bei den Anschlägen
Vor 25 Jahren entführten Terroristen des islamistischen Netzwerks Al-Kaida vier Passagierflugzeuge. Zwei Maschinen wurden in die Türme des World Trade Centers in New York gesteuert.
Ein weiteres Flugzeug traf das Pentagon bei Washington. Dort kamen 184 Menschen ums Leben. Eine vierte Maschine stürzte in Pennsylvania ab, nachdem Passagiere Widerstand gegen die Entführer geleistet hatten.
Insgesamt starben bei den Terroranschlägen vom 11. September 2001 fast 3’000 Menschen.
Gedenken in New York mit Biden und Vance
In New York verlasen Angehörige am Morgen am Ground Zero die Namen der Getöteten. An dem Gedenkort am früheren Standort der Zwillingstürme nahmen auch ehemalige und aktuelle Spitzenpolitiker teil.
Der damalige US-Präsident George W. Bush war nach den Anschlägen der zentrale politische Akteur beim anschliessenden Kampf gegen den internationalen Terrorismus. Bei der diesjährigen Gedenkfeier in New York waren neben Bush auch Ex-Präsident Joe Biden und Vize-Präsident JD Vance anwesend.
Trump nahm dagegen nicht an der Zeremonie in New York teil, sondern gedachte der Opfer am Pentagon.
Trump widerspricht Bericht über geplante New-York-Reise
Im Vorfeld war darüber spekuliert worden, ob Trump ursprünglich selbst nach New York reisen wollte. Die «New York Times» hatte unter Berufung auf vier nicht namentlich genannte Personen berichtet, der Präsident habe eine Teilnahme an der Gedenkveranstaltung am Ground Zero geplant und dort eine Rede halten wollen.
Trump wies den Bericht zurück und bezeichnete ihn als erfunden. Auch CNN hatte ähnlich über mögliche Pläne des Präsidenten berichtet.
Am Ground Zero sind Reden von Politikern seit Jahren nicht Bestandteil der eigentlichen Gedenkzeremonie. Stattdessen stehen dort die Angehörigen der Opfer und das Verlesen der Namen im Mittelpunkt.






