US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben geplante massive Angriffe auf den Iran in letzter Minute gestoppt. Statt einer weiteren militärischen Eskalation sollen neue Gespräche mit Teheran stattfinden. Die Ankündigung wirkte sich unmittelbar auf die Energiemärkte aus: Der Ölpreis gab deutlich nach.
Laut GMX erklärte Trump, die USA hätten einen gross angelegten Angriff auf den Iran vorerst abgesagt, um diplomatischen Gesprächen eine Chance zu geben. Die Verhandlungen sollen am Montagnachmittag stattfinden, wobei zunächst unklar blieb, wo sie abgehalten werden und welche Vertreter daran teilnehmen werden.
Aus dem Iran gab es zunächst keine offizielle Bestätigung für die angekündigten Gespräche. Trump sprach jedoch von möglichen Fortschritten und erklärte, es zeichne sich eine Vereinbarung ab.
Ölpreis reagiert auf Entspannungssignale
Die Märkte reagierten unmittelbar auf die Nachricht. Der Preis für ein Barrel der Nordsee-Referenzsorte Brent zur Lieferung im Oktober sank am Montagmorgen um knapp sieben Prozent auf etwas mehr als 83 US-Dollar.
Die Entwicklung an den asiatischen Börsen blieb hingegen verhalten. Experten führten die schwächere Stimmung an den Märkten vor allem auf Sorgen über eine mögliche Abschwächung des Booms rund um Künstliche Intelligenz zurück.
Der südkoreanische Leitindex Kospi verlor rund fünf Prozent, der japanische Nikkei 225 gab um 1,7 Prozent nach. Der Hang-Seng-Index in Hongkong entwickelte sich dagegen stabiler.
Gespräche über Strasse von Hormus und Atomprogramm
Im Zentrum der geplanten Verhandlungen dürften zwei Themen stehen: die Öffnung der strategisch wichtigen Strasse von Hormus sowie das umstrittene iranische Atomprogramm.
Die Meerenge zwischen Iran und Oman ist eine der wichtigsten Handelsrouten für den weltweiten Öl- und Gastransport. Eine Blockade oder Einschränkung des Schiffsverkehrs könnte die Energiepreise weltweit stark beeinflussen.
Auch das Atomprogramm bleibt ein zentraler Streitpunkt. Israel und die USA werfen dem Iran vor, langfristig nach Atomwaffen zu streben. Teheran weist diese Vorwürfe zurück und erklärt, das Programm diene ausschliesslich friedlichen Zwecken.
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Zweifel an schneller Einigung
Ob tatsächlich ein umfassendes Abkommen bevorsteht, bleibt unklar. Die Konfliktpunkte zwischen den USA und dem Iran gelten als komplex, und frühere Ankündigungen möglicher Durchbrüche führten nicht immer zu langfristigen Lösungen.
Trump erklärte, die geplanten Angriffe hätten nach seinen Angaben die schwersten seit dem Zweiten Weltkrieg werden können. Gleichzeitig betonte er, dass die militärischen Pläne weiterhin bestehen würden, falls keine Einigung erreicht werde.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte auf der Plattform X, das Militär sei weiterhin vorbereitet und einsatzbereit.
Strasse von Hormus als wichtiger Machtfaktor
Die Strasse von Hormus spielt im Konflikt eine zentrale Rolle. Über diese Meerenge wird ein grosser Teil der weltweiten Öltransporte abgewickelt.
Der Iran nutzt die Kontrolle über die Region als politisches Druckmittel. Eine Einschränkung des Verkehrs könnte die Preise an den internationalen Energiemärkten erhöhen und hätte Auswirkungen auf Verbraucher weltweit.
Für die USA kommt die Situation zudem zu einem politisch wichtigen Zeitpunkt. Hohe Energiepreise könnten die Regierung Trump innenpolitisch belasten.
Ob die angekündigten Gespräche tatsächlich zu einer dauerhaften Entspannung führen, hängt von den weiteren Verhandlungen und möglichen Zugeständnissen beider Seiten ab.






