Nach einem Schusswaffenangriff auf zwei Nationalgardisten reagiert die US-Regierung mit drastischen Massnahmen:
Asylstopp, Visaverbot, Green-Card-Prüfungen – besonders für Afghanen.
Die USA ziehen damit die Reissleine – mit harten Konsequenzen für tausende Schutzsuchende.
Der Auslöser: Schüsse nahe dem Weissen Haus
Am Mittwoch wurden in Washington zwei Nationalgardisten lebensgefährlich verletzt.
Der Täter: Rahmanullah Lakanwal, ein 29-jähriger afghanischer Staatsangehöriger, der über ein temporäres Einwanderungsprogramm in die USA gekommen war.
Er erhielt im April Asyl – nach Angaben von mit dem Fall vertrauten Quellen.
Die Reaktion: Ein radikaler Kurswechsel
1. Asylentscheidungen gestoppt
Laut USCIS-Direktor Joseph Edlow wurden alle Asylentscheidungen bis auf Weiteres ausgesetzt, um die Überprüfungsverfahren zu verschärfen.
2. Visa-Stopp für Afghan:innen
Wie nytimes.com berichtet, wies das Aussenministerium Diplomaten an:
keine Visa mehr für afghanische Passinhaber auszustellen
bereits gedruckte, aber nicht vergebene Visa zu vernichten
Gespräche weiterhin zu führen, aber ohne Ausgabe von Dokumenten
Betroffen ist auch das SIV-Programm (Special Immigrant Visa) für Afghanen, die den USA im Krieg geholfen haben.
Kritik von Hilfsorganisationen: „Unrechtmässig und gefährlich“
Shawn VanDiver, Leiter von AfghanEvac, nennt das Vorgehen:
„eine direkte Verletzung von Bundesrecht und Gerichtsbeschlüssen.“
Viele Afghan:innen, die für die US-Armee tätig waren, stehen nun ohne Perspektive und ohne rechtliche Sicherheit da.
Weitere Massnahmen: Kein Asyl, keine Green Cards
Green-Card-Prüfungen für Personen aus gesperrten Ländern
Afghanische Flüchtlingsanträge eingefroren
Einreiseverbot für 19 Länder, darunter Afghanistan
Rückwirkende Prüfung von unter Biden bewilligten Asylanträgen
Überlastetes Asylsystem in der Krise
Ein Bericht des Heimatschutz-Generalinspektors zeigt:
Ende 2023: über 1 Million offene Asylverfahren
USCIS kämpft mit massiven Bearbeitungsrückständen
Hauptgrund: Ansturm auf Südgrenze & fehlende Ressourcen
Abschottung statt Aufarbeitung
Trumps Regierung setzt ein deutliches Signal: Sicherheit vor Schutzversprechen.
Doch die Entscheidung trifft jene am härtesten, die den USA einst dienten – und nun im Stich gelassen werden.
Zwischen Sicherheitsbedenken und moralischer Verantwortung zerreisst das US-Asylsystem – auf Kosten der Schwächsten.






