US-Präsident Donald Trump hat am Weltwirtschaftsforum in Davos offen über die Hintergründe der zeitweise geplanten hohen Strafzölle gegen die Schweiz gesprochen. Auslöser sei ein aus seiner Sicht schlechtes Gespräch mit der damaligen Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter gewesen.
Trump schilderte, dass er ursprünglich Zölle von 35 Prozent habe verhängen wollen. Das Telefonat mit Keller-Sutter sei jedoch „nicht gut gelaufen“. Sie habe sich ständig wiederholt und ihm nicht zugehört. „Sie hat mich auf die Palme gebracht“, sagte der US-Präsident. Daraufhin habe er das Gespräch beendet und die Zölle auf 39 Prozent erhöht.
Dabei unterlief Trump ein Fehler: Er bezeichnete Karin Keller-Sutter fälschlicherweise als „Ministerpräsidentin“. Inhaltlich deckten sich seine Aussagen jedoch mit früheren Berichten aus der Schweiz. Laut gmx.ch war das Gespräch zwischen Washington und Bern tatsächlich angespannt verlaufen.
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Vorwurf eines unfairen Handelsverhältnisses
Trump warf der Schweiz zudem vor, wirtschaftlich stark von den USA zu profitieren. Das Handelsdefizit von mehr als 40 Milliarden Dollar stellte er als einseitigen Vorteil der Schweiz dar und kritisierte das bilaterale Verhältnis scharf.
Inzwischen sind die angedrohten 39-Prozent-Zölle vom Tisch. Im November einigten sich die Schweiz und die USA auf einen neuen Deal mit einem Zollsatz von 15 Prozent, ähnlich wie bei der EU. Im Gegenzug sagte die Schweiz Investitionen in den Vereinigten Staaten zu. Die Details der Vereinbarung sind noch nicht vollständig ausgearbeitet.
Neuer Präsident in der Schweiz
Mittlerweile ist Karin Keller-Sutter nicht mehr Bundespräsidentin. Das Amt wird aktuell von Guy Parmelin ausgeübt. Ob sich die Beziehungen zwischen den USA und der Schweiz unter der neuen Präsidentschaft entspannen, bleibt abzuwarten.










