US-Präsident Donald Trump spielt die Bedeutung des Kriegs gegen den Iran trotz militärischer Verluste und wirtschaftlicher Folgen herunter. Bei einer Pressekonferenz bezeichnete er den Konflikt als „Kleinigkeit“. Gleichzeitig bleibt die Strasse von Hormus blockiert, während die Energiepreise und die Inflation für viele Menschen zum Problem werden.
Trump relativiert die militärischen Verluste
Vor dem Hintergrund der bislang ausgebliebenen Erfolge im Konflikt mit dem Iran versucht US-Präsident Donald Trump, die Bedeutung des Krieges herunterzuspielen. Bei einer Pressekonferenz im Oval Office bezeichnete er den Konflikt als militärische Auseinandersetzung, die für die USA „eine Kleinigkeit“ sei.
Auf die Frage einer Journalistin, ob die 18 getöteten Angehörigen des US-Militärs ebenfalls als „kleine Fische“ betrachtet werden könnten, ging Trump zunächst nicht direkt ein. Stattdessen verwies er auf die angebliche Führungsposition der USA im Weltraum.
Später relativierte der US-Präsident seine Aussage. „Wir haben 18 Menschen verloren, 18 grossartige Menschen“, sagte Trump und fügte hinzu, dass bereits der Verlust eines einzigen Menschen zu viel sei.
Die Aussagen sorgen vor dem Hintergrund der anhaltenden Kampfhandlungen für Aufmerksamkeit. Trotz der hohen militärischen und wirtschaftlichen Belastungen versucht die US-Regierung weiterhin, die Auswirkungen des Konflikts herunterzuspielen.
Auch Vance bezeichnet Konflikt nicht als Krieg
Auch US-Vizepräsident JD Vance hatte den Konflikt zuletzt relativiert. Bei einem offiziellen Pressebriefing des Weissen Hauses sagte er am Donnerstag, er würde die Auseinandersetzung mit dem Iran nicht als Krieg bezeichnen.
Vance begründete dies damit, dass derzeit keine Kampfhandlungen stattfänden. Laut GMX hatte das US-Militär allerdings in den Monaten zuvor und zuletzt Anfang der Woche wiederholt Ziele im Iran angegriffen.
Die USA hatten Ende Februar gemeinsam mit Israel ihren jüngsten Krieg gegen den Iran begonnen. Die Auseinandersetzung hat inzwischen auch erhebliche wirtschaftliche Folgen.
Blockierte Strasse von Hormus belastet die Wirtschaft
Besonders problematisch ist die weiterhin faktisch blockierte Strasse von Hormus. Die wichtige Meeresroute war vor Beginn des Konflikts ein zentraler Verkehrsweg für den weltweiten Ölhandel.
Die Einschränkungen beim Transport von Energie sorgen für zusätzlichen Druck auf die Preise. Viele Menschen in den USA müssen dadurch mit höheren Kosten im Alltag umgehen, während gleichzeitig die Inflation hoch bleibt.
Die innenpolitischen Folgen könnten für Trump und seine Republikaner besonders relevant werden. In rund zwei Monaten stehen wichtige Parlamentswahlen an. Die wirtschaftliche Lage und die Folgen der Energiekrise könnten dabei zu einem wichtigen Thema im Wahlkampf werden.
Während Trump den Konflikt öffentlich als vergleichsweise unproblematisch darstellt, bleiben die militärischen Verluste und die wirtschaftlichen Auswirkungen bestehen. Wie sich der Krieg weiterentwickelt und ob die Strasse von Hormus wieder vollständig für den internationalen Schiffsverkehr geöffnet wird, bleibt offen.






