EEOC leitet Ermittlungen gegen Nike ein
Die Trump-Regierung untersucht den Sportartikelhersteller Nike wegen Diskriminierung weisser Angestellter.
Die US-Gleichstellungskommission (EEOC) prüft demnach „systematische Vorwürfe vorsätzlicher Rassendiskriminierung im Zusammenhang mit Programmen für Vielfalt, Gleichstellung und Inklusion“.
Laut ansa.it stehen dabei insbesondere Diversity-Programme bei Nike im Fokus, die möglicherweise weisse Mitarbeiter benachteiligen könnten. Die Behörde will prüfen, ob Bewerbungs-, Beförderungs- oder Weiterbildungsprozesse durch diese Programme diskriminierend gestaltet wurden.
Diversity-Programme bei Nike
In den letzten Jahren hat Nike stark auf Diversity, Equity & Inclusion (DEI) gesetzt. Ziel war es, die Belegschaft vielfältiger zu gestalten und Chancengleichheit für historisch benachteiligte Gruppen zu fördern.
Nike führte Schulungen zu unbewussten Vorurteilen (Unconscious Bias) ein.
Mentoring-Programme und Karrierepfade wurden gezielt auf Minderheiten ausgerichtet.
Interne Richtlinien betonen Vielfalt bei Neueinstellungen und Beförderungen.
Kritiker werfen diesen Programmen vor, dass sie weisse Angestellte benachteiligen könnten, insbesondere in Führungspositionen.
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Reaktionen von Experten
Arbeitsrechtler und Diversity-Berater sehen das Thema differenziert:
Prof. Dr. Laura Meier, Arbeitsrechtsexpertin: „Es ist legitim, Vielfalt zu fördern. Allerdings muss dabei die Chancengleichheit aller Mitarbeitenden gewahrt bleiben. Wenn bestimmte Gruppen systematisch ausgeschlossen werden, ist die EEOC-Ermittlung gerechtfertigt.“
Markus Lang, Diversity-Berater: „Unternehmen müssen die Balance finden. Diversity-Programme dürfen nicht in Reverse Discrimination umschlagen. Nike wird sich erklären müssen.“
Politischer Kontext
Die EEOC wird unter der Trump-Administration anders ausgerichtet als zuvor. Ziel der Regierung war es, viele Massnahmen zur Förderung von Vielfalt zu überprüfen oder abzuschaffen. Die Untersuchung gegen Nike fällt in diesen Rahmen.
Die politische Dimension macht den Fall brisant: Unternehmen müssen sich nun gleichzeitig gegenüber staatlichen Behörden, der Öffentlichkeit und ihrer Belegschaft verantworten.
Potenzielle Folgen für Nike
Reputation: Negative Schlagzeilen können Markenimage beeinträchtigen.
Arbeitsklima: Mitarbeiter könnten verunsichert werden, insbesondere jene, die von DEI-Programmen profitieren oder sich diskriminiert fühlen.
Rechtliche Konsequenzen: Kommt die EEOC zu dem Schluss, dass Diskriminierung vorliegt, könnten Geldstrafen, Entschädigungen oder Auflagen folgen.
Nike hat bisher keine detaillierte Stellungnahme abgegeben. Unternehmenssprecher betonen allgemein, dass das Unternehmen Chancengleichheit und Inklusion hoch priorisiert.










