US‑Präsident Donald J. Trump sagt: Er wisse, wer als neuer Chef der Zentralbank Federal Reserve (Fed) in Frage komme – und wolle Zinssenkungen.
Damit beginnt eine neue Episode im Ringen um Geldpolitik und Marktstabilität.
Was ist bekannt – und worauf zielt Trump ab?
Wer kommt infrage?
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Als Favorit gilt derzeit Kevin Hassett, Chef des Nationalen Wirtschaftsrats im Weissen Haus.
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Weitere Kandidaten auf der engeren Liste sind u.a. aktuelle Fed‑Gouverneure und frühere Notenbank‑Verantwortliche – mit teils sehr unterschiedlichen wirtschaftspolitischen Ansätzen.
Präsident machte Erwartungen klar
Trump kritisierte mehrfach den derzeitigen Fed‑Chef Jerome Powell und warf ihm vor, die Zinsen zu spät gesenkt zu haben.
Nun verkündete er: Er wisse, wen er nominieren werde – und dass die Rolle der Fed neu ausgerichtet werden solle, mit klarer Erwartung auf niedrigere Zinsen.
Warum das wichtig ist – und was folgen könnte
Mögliche Markt‑ und Finanzfolgen
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Ein neuer Fed‑Chef mit Hang zu Zinssenkungen könnte Kredite günstiger, Investitionen attraktiver und Wachstumschancen steigern.
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Andererseits fürchten Ökonom:innen: eine lockere Geldpolitik könne Inflation oder finanzielle Instabilitäten befeuern.
Politisches Signal der Regierung
Mit der möglichen Ernennung eines Vertrauten sendet Trump ein starkes Signal: Er will wirtschaftliche Erleichterung – und Kontrolle über die Geldpolitik.
Dadurch könnte aber auch die geplante Unabhängigkeit der Zentralbank infrage gestellt werden.
Was als Nächstes passiert – und worauf wir achten sollten
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Der formelle Nominierungsprozess läuft: Eine Entscheidung wird vor Weihnachten erwartet.
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Wenn die Ernennung durch ist, beginnt ein Übergangszeitraum — bis Powell Ende Amtszeit im Mai 2026 — in dem die Märkte vermutlich sehr sensibel auf Äusserungen des neuen Chefs reagieren.
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Beobachtet werden müssen vor allem: Zinsentscheidungen, Inflations‑Risiken und der Balanceakt zwischen Wachstum und Stabilität.
Trumps Entscheidung könnte kurzfristig für Entlastung bei Unternehmen und Kreditnehmern sorgen. Langfristig steht aber viel auf dem Spiel: Stabilität der Geldpolitik, Vertrauen der Märkte und Unabhängigkeit der Fed. Ob das Risiko die Aussicht auf Wachstum wert ist — bleibt umstritten.










