US-Präsident will Justizministerium Ermittlungen beauftragen
Washington D.C. – Präsident Donald Trump hat am Freitag angekündigt, das US-Justizministerium und Justizministerin Pam Bondi mit einer umfassenden Untersuchung der Verbindungen des verstorbenen Jeffrey Epstein zu prominenten Persönlichkeiten zu beauftragen.
Dabei sollen laut Trump auch mehrere bekannte politische Gegner und Wirtschaftsführer untersucht werden.
Epstein-Verbindungen zu Politik und Wirtschaft im Fokus
Trump erklärte, die Ermittlungen würden sich insbesondere auf Bill Clinton, Larry Summers, Reid Hoffman, J.P. Morgan, Chase und „viele andere Personen und Institutionen“ konzentrieren.
Er wolle herausfinden lassen, „was zwischen ihnen und Epstein vor sich ging“.
In seinem Beitrag auf Truth Social schrieb Trump:
„Da die Demokraten nun den Epstein-Schwindel – in den Demokraten und nicht Republikaner verwickelt sind – nutzen, um von ihrem desaströsen Shutdown und all ihren anderen Fehlern abzulenken, werde ich Justizministerin Pam Bondi und das Justizministerium gemeinsam mit unseren großartigen Patrioten beim FBI beauftragen, Jeffrey Epsteins Verwicklung und Beziehung zu Bill Clinton, Larry Summers, Reid Hoffman, J.P. Morgan, Chase und vielen anderen Personen und Institutionen zu untersuchen.“
Politischer Druck und Streit um Epstein-Akten
Hintergrund der Ankündigung sind veröffentlichte E-Mails Epsteins, in denen Trump selbst erwähnt wird.
Der Präsident wies alle Anschuldigungen entschieden zurück und bezeichnete sie als „politische Ablenkungstaktik der Demokraten“.
Bereits seit Monaten steht die Frage im Raum, ob das US-Repräsentantenhaus die Freigabe der Epstein-Akten des Justizministeriums erzwingen könnte.
Eine Abstimmung darüber soll in der kommenden Woche erfolgen.
„Das ist wieder so ein Russland-Schwindel, bei dem alles auf die Demokraten hindeutet“, schrieb Trump weiter.
Laut CNN.com haben sowohl das Justizministerium als auch J.P. Morgan und die von Trump genannten Personen bislang nicht auf Anfragen zu seinen Äußerungen reagiert.
Kontroverse um politische Motive
Kritiker werfen Trump vor, den Fall Epstein zu politischen Zwecken zu instrumentalisieren.
Die Demokraten sehen in der Ankündigung einen Versuch, von innenpolitischen Krisen – darunter dem Haushaltsstreit und den anhaltenden Ermittlungen gegen Trump selbst – abzulenken.
Pam Bondi, die Trump seit Jahren politisch unterstützt, war bereits während seiner ersten Amtszeit Teil seines juristischen Teams.
Beobachter werten die Entscheidung, sie erneut einzusetzen, als Signal, dass der Präsident die Kontrolle über die Ermittlungen eng führen möchte.










