Ein historischer Schritt in den USA:
Präsident Donald Trump hat eine Vereinbarung getroffen, um die Kosten der beliebten Abnehmmedikamente Wegovy und Zepbound deutlich zu senken.
Davon könnten Millionen Amerikanerinnen und Amerikaner profitieren – auch wenn viele Details der Regelung noch unklar bleiben.
Die Vereinbarung im Überblick
Laut Ankündigung vom Donnerstag (13. November 2025) haben sich die Hersteller Novo Nordisk und Eli Lilly bereit erklärt, ihre Blockbuster-Medikamente Wegovy und Zepbound künftig deutlich günstiger anzubieten.
Die monatlichen Zuzahlungen sollen – je nach Dosierung und Krankenversicherung – künftig zwischen 50 und 350 US-Dollar liegen.
Zum Vergleich: Der aktuelle Listenpreis beider Präparate liegt bei über 1 000 US-Dollar pro Monat.
Um den Zugang zu erleichtern, bieten nun auch Costco und Walmart reduzierte Preise für Barzahler an.
Hintergrund und Wirkung
Nach Angaben des Weißen Hauses ist die Vereinbarung Teil von Trumps Initiative zur „Meistbegünstigung“.
Diese sieht vor, dass Medikamentenpreise in den USA an das internationale Preisniveau angepasst werden.
Trump hatte das Programm bereits während seiner ersten Amtszeit vorgeschlagen und im Mai 2025 per Dekret reaktiviert.
Laut NBCNews.com sollen die durchschnittlichen monatlichen Kosten auf der neuen Regierungsplattform TrumpRx bei 350 US-Dollar starten und bis 2027 auf 250 US-Dollar sinken.
Medicare-Patienten sollen laut Regierungsangaben künftig eine maximale Zuzahlung von 50 Dollar leisten, Medicaid-Versicherte zahlen meist gar nichts.
Darüber hinaus werden Novo Nordisk und Eli Lilly für drei Jahre von Arzneimittelzöllen befreit.
Was Experten sagen
Trotz der Preissenkung bleiben Zweifel:
„Die Details sind völlig undurchsichtig – es ist schwer vorherzusagen, ob es wirklich helfen wird“, sagte Art Caplan, Leiter der Abteilung Medizinethik am NYU Langone Medical Center.
Auch Stacie Dusetzina von der Vanderbilt University warnt, dass Medicare-Pläne für 2026 bereits feststehen und die Umsetzung komplex sein könnte.
Die Expertin betont zudem, dass 250 bis 350 Dollar monatlich für viele Patienten weiterhin teuer seien.
„Die gute Nachricht ist, dass Menschen, die diese Medikamente möchten und es sich leisten können, sie nun einfacher direkt über Apotheken beziehen können“, so Dusetzina.
Wer profitiert tatsächlich?
Nach Regierungsangaben sollen künftig Personen mit Adipositas oder bestimmten Vorerkrankungen (Herz-Kreislauf-, Nieren- oder Stoffwechselprobleme) Anspruch auf Kostenübernahme haben.
Rund 10 Prozent der Medicare-Versicherten könnten unter diese Kriterien fallen.
Zudem sollen neue Tabletten-Formulierungen von GLP-1-Medikamenten beschleunigt zugelassen werden.
Eli Lilly hat hierfür bereits einen „Prioritätsgutschein“ beantragt.
Einordnung und Ausblick
Mit dieser Vereinbarung gelingt Trump ein politischer Erfolg in einem sensiblen Gesundheitsbereich, der sowohl wirtschaftlich als auch sozial enorm relevant ist.
Allerdings bleibt die Frage, wie nachhaltig die Preisreduktionen sind – und ob die Kostenübernahme für Medikamente zur Gewichtsreduktion langfristig gesetzlich verankert wird.
Die Regierung will die finalen Preise und Rahmenbedingungen bis Ende November 2025 bekannt geben.
Fazit
Ein ambitionierter Plan mit ungewisser Wirkung:
Die Senkung der Medikamentenpreise durch freiwillige Vereinbarungen zwischen Regierung und Herstellern könnte den Markt verändern – wenn sie tatsächlich umgesetzt wird.
Ob Millionen Amerikanerinnen und Amerikaner bald erschwinglichen Zugang zu Wegovy & Co. erhalten, bleibt abzuwarten.










