Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran erreichen erneut einen kritischen Punkt. Berichte über geplante amerikanische Angriffe sorgen für neue Drohungen aus Teheran. Im Zentrum stehen mögliche Schläge gegen iranische Infrastruktur und die Gefahr einer weiteren Eskalation im Nahen Osten.
USA planen offenbar neue Angriffswelle gegen Iran
Die USA könnten bereits in den kommenden Tagen eine neue grosse Angriffswelle gegen den Iran starten. Laut GMX berichten US-Medien unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, dass das US-Militär mögliche Angriffe vorbereitet. Dabei könnten neben militärischen Zielen auch Infrastruktur- und Energieanlagen getroffen werden.
Das «Wall Street Journal» berichtete, US-Präsident Donald Trump habe bereits neue mehrtägige Angriffe angeordnet. Allerdings könne der Präsident seine Entscheidung bis zum letzten Moment ändern.
Auch eine erneute Beteiligung Israels am Konflikt wird nicht ausgeschlossen. Die Entwicklung erhöht die Sorge, dass sich der Konflikt weiter ausbreiten könnte.
Iran kündigt harte Gegenreaktion an
Teheran reagierte umgehend auf die Berichte über mögliche neue US-Angriffe. Die iranische Führung warnte vor Vergeltungsschlägen gegen wichtige Einrichtungen in Israel und den Golfstaaten.
Nach Angaben iranischer Nachrichtenagenturen sollen unter anderem Energieanlagen in Saudi-Arabien, Katar, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten mögliche Ziele sein. Sicherheitskreise erklärten, der Iran verfüge über konkrete Pläne für Gegenangriffe.
Dabei verwies Teheran erneut auf die Reichweite seiner Raketen und warnte vor möglichen Folgen für die regionale Energieversorgung.
Angst vor steigenden Öl- und Gaspreisen
Eine weitere Eskalation könnte auch Auswirkungen auf die weltweiten Energiemärkte haben. Besonders die Strasse von Hormus steht dabei im Mittelpunkt.
Über diese strategisch wichtige Wasserstrasse wird ein grosser Teil des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports abgewickelt. Bereits kleinere Störungen in der Region können zu steigenden Preisen führen.
Der Iran hatte in den vergangenen Monaten mehrfach mit Angriffen auf Ziele in der Golfregion reagiert. Dabei wurden auch Einrichtungen beschädigt, die für die Energieversorgung von Bedeutung sind.
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Tanker vor Oman nach Angriff beschädigt
Die Sicherheitslage auf den internationalen Seewegen bleibt angespannt. Vor der Küste Omans wurde erneut ein Tanker beschädigt.
Nach Angaben der britischen Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) wurde das Schiff von einem unbekannten Geschoss getroffen. Der Maschinenraum wurde beschädigt, Verletzte oder grössere Umweltschäden wurden jedoch nicht gemeldet.
Der Vorfall ereignete sich in der Nähe der Strasse von Hormus, einer der wichtigsten Handelsrouten der Welt.
Experten warnen vor langem Konflikt
Beobachter bezweifeln, dass neue Luftangriffe den Iran schnell zu einem Einlenken bewegen könnten. Der israelische Iran-Experte Danny Citrinowicz erklärte, Teheran könne trotz wirtschaftlicher Schäden weiterhin versuchen, den Gegnern hohe Kosten aufzuerlegen.
Als mögliche Druckmittel gelten neben Raketenangriffen auch die Kontrolle wichtiger Seewege sowie die Unterstützung verbündeter Gruppen in der Region.
Trump kündigt weitere Angriffe an
US-Präsident Donald Trump zeigte sich zuletzt unzufrieden mit den bisherigen diplomatischen Bemühungen. Bei einer Sitzung mit Regierungsvertretern kündigte er weitere Angriffe gegen den Iran an.
«Wir werden sie sehr hart treffen», sagte Trump. Der Iran verfüge zwar noch über militärische Möglichkeiten, diese würden aber zunehmend schwächer.
Seit Monaten versuchen internationale Vermittler, eine politische Lösung zwischen Washington und Teheran zu erreichen. Eine dauerhafte Einigung ist bisher jedoch nicht in Sicht.






