US-Präsident Donald Trump hat das ungewöhnliche Täuschungsmanöver nach seiner Abreise aus Ankara erklärt. Er sei auf Anweisung des Secret Service in einem Catering-Container zu einem kleineren US-Militärflugzeug gebracht worden. Trump deutete an, dass möglicherweise eine konkrete Bedrohung hinter dem Sicherheitsvorkehrungen steckte, nannte aber keine Details.
Secret Service soll Entscheidung getroffen haben
Donald Trump erklärte, die ungewöhnliche Abreise aus der türkischen Hauptstadt sei auf Anweisung seiner Personenschützer erfolgt. Auf Fragen von Reportern sagte der US-Präsident, er richte sich bei solchen Entscheidungen nach den Vorgaben des Secret Service.
Die für den Schutz des Präsidenten zuständige Behörde habe dabei ebenso das letzte Wort wie das Militär. Trump erklärte sinngemäss, dass er tue, was ihm die Sicherheitskräfte vorgäben.
Zum konkreten Anlass für das Manöver wollte sich der Präsident nicht äussern. Er sagte lediglich, er nehme an, dass es eine Bedrohung gegeben habe. Weitere Nachfragen habe er nach eigenen Angaben nicht gestellt.
Trump spielte die mögliche Gefahr zugleich herunter. Er verwies darauf, dass er zahlreiche Drohungen erhalte. Präsidenten, die etwas bewirkten, seien nach seiner Darstellung regelmässig mit Drohungen konfrontiert.
Laut GMX unter Berufung auf Berichte der «Washington Post» soll hinter dem ungewöhnlichen Vorgehen eine konkrete Bedrohung aus dem Iran gestanden haben. Eine offizielle Bestätigung dieser Darstellung durch US-Behörden liegt in den vorliegenden Informationen jedoch nicht vor.
Trump steigt in Catering-Container
Das Täuschungsmanöver soll sich nach dem Nato-Gipfel im Juli in Ankara abgespielt haben. Vor laufenden Kameras stieg Trump zunächst wie erwartet in die Regierungsmaschine ein.
Nach Darstellung der «Washington Post» verliess der Präsident die Boeing 747 jedoch anschliessend unbemerkt wieder. Er wurde demnach in einem seitlich am Flugzeug positionierten Catering-Container versteckt und mit einem entsprechenden Lastwagen über den Flughafen gebracht.
Auf diese Weise gelangte Trump zu einem kleineren US-Militärflugzeug. Mit dieser Maschine setzte er seine Reise nach Grossbritannien fort.
Die Regierungsmaschine mit dem Präsidenten sollte nach aussen weiterhin den Eindruck vermitteln, Trump reise mit ihr weiter. Erst später wurde bekannt, dass der Präsident tatsächlich bereits mit einem anderen Flugzeug unterwegs war.
Wechsel auf neue Regierungsmaschine
Nach der Landung der Boeing 747 in Grossbritannien wechselte der Tross des Präsidenten von der bisherigen Regierungsmaschine in einen neuen Jet. Dieses Flugzeug war Trump zuvor vom Emir von Katar geschenkt worden.
Trump setzte seine Reise anschliessend mit der neuen Maschine fort und stieg auch in die Air Force One um. Die Öffentlichkeit sollte nach dem Bericht den Eindruck erhalten, dass der Präsident die gesamte Strecke mit den offiziellen Regierungsflugzeugen zurückgelegt hatte.
In den USA stieg Trump schliesslich vor laufenden Kameras aus dem Flugzeug. Die Hintergründe des Sicherheitsmanövers wurden erst durch die spätere Berichterstattung bekannt.
Ob tatsächlich eine konkrete Bedrohung aus dem Iran der Auslöser war, bleibt nach den bislang vorliegenden Angaben offen. Der Secret Service und andere zuständige US-Behörden haben die Hintergründe des Manövers nicht öffentlich im Detail erläutert.






