Eine Drohung nach dem Abendessen
Nur wenige Stunden nach einem Treffen mit Israels Premierminister Benjamin Netanjahu in Mar-a-Lago hat Donald Trump dem Iran offen mit Krieg gedroht.
Die Aussagen des US-Präsidenten fallen in eine Phase wachsender Unruhen im Iran – und verschärfen die ohnehin angespannte Lage im Nahen Osten weiter.
„Wir sind kampfbereit“
Trump meldete sich auf seiner eigenen Plattform Truth Social zu Wort.
Dort erklärte er, die USA würden nicht tatenlos zusehen, sollten friedliche Demonstranten im Iran getötet werden.
Seine Botschaft war knapp – und eindeutig:
„Wir sind kampfbereit.“
Weitere Details nannte der Präsident nicht.
Doch die Wortwahl sorgte international für Aufmerksamkeit und Besorgnis.
Laut dailymail.co.uk äusserte sich Trump nur Stunden nach dem Treffen mit Netanjahu ungewöhnlich scharf und brachte erstmals offen eine militärische Eskalation ins Spiel.
Tote bei Protesten im Iran
Hintergrund der Drohungen sind anhaltende regimekritische Proteste im Iran.
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Mindestens sieben Todesopfer
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Gewaltsame Zusammenstösse mit Sicherheitskräften
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Auslöser unter anderem: der massive Verfall des iranischen Rial
Die wirtschaftliche Lage verschärft den Druck auf die Bevölkerung – und damit auch die Proteste.
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Teheran reagiert mit schweren Vorwürfen
Aus dem Iran folgte umgehend eine scharfe Reaktion.
Ali Larijani, ehemaliger Parlamentspräsident und Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates, erklärte auf der Plattform X, die im Iran gesperrt ist:
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Israel und die USA würden die Proteste anheizen
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Washington mische sich gezielt in innere Angelegenheiten ein
Beweise für diese Vorwürfe legte er nicht vor – ähnliche Anschuldigungen erhebt Teheran jedoch seit Jahren bei landesweiten Protesten.
Larijani warnte Trump ausdrücklich:
Eine Einmischung der USA werde Chaos in der gesamten Region und die Zerstörung amerikanischer Interessen nach sich ziehen.
Zugleich richtete er sich direkt an die US-Bevölkerung und erklärte, Trump habe dieses „Abenteuer“ selbst begonnen.
Eskalation mit Ansage?
Die Wortmeldungen beider Seiten zeigen, wie fragil die Lage ist:
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wirtschaftliche Not im Iran
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gewaltsame Proteste
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geopolitische Spannungen mit Israel und den USA
Trumps Aussage lässt bewusst offen, welche Schritte Washington konkret erwägt – doch allein die Drohung erhöht den Druck erheblich.










