Die Hoffnung auf eine dauerhafte Entspannung zwischen den USA und dem Iran schwindet. US-Präsident Donald Trump erklärt die Feuerpause für beendet und verschärft erneut den Ton gegenüber Teheran.
Nach neuen militärischen Angriffen und Gegenschlägen bleibt offen, ob die Verhandlungen zwischen beiden Ländern überhaupt fortgesetzt werden können.
Trump erklärt Waffenruhe für beendet
Am Rande des Nato-Gipfels in Ankara äusserte sich Donald Trump zur aktuellen Lage im Iran-Konflikt. Auf die Frage, ob die Waffenruhe noch bestehe, antwortete der US-Präsident, sie sei aus seiner Sicht beendet.
Trump zeigte sich dabei äusserst kritisch gegenüber der iranischen Führung. Gleichzeitig erklärte er, seine Unterhändler könnten weiterhin Gespräche führen, falls sie dies für sinnvoll hielten.
Neue Angriffe verschärfen die Lage
Die jüngste Eskalation begann nach Angriffen auf Tanker in der Strasse von Hormus. Daraufhin führte das US-Militär nach eigenen Angaben Angriffe auf zahlreiche Ziele im Iran durch.
Betroffen waren unter anderem:
- Luftabwehrsysteme
- Schiffsabwehrraketen
- Boote der iranischen Revolutionsgarden
- militärische Einrichtungen
Laut GMX berichteten iranische Medien über Explosionen in mehreren Provinzen an der Südküste. Mindestens ein Angehöriger der iranischen Flugabwehr soll dabei getötet worden sein.
Iran reagiert mit Gegenschlägen
Nach den US-Angriffen meldeten die iranischen Revolutionsgarden eigene Attacken auf US-Militäreinrichtungen in der Region. Genannt wurden unter anderem Ziele in Bahrain und Kuwait.
Die Spannungen rund um die strategisch wichtige Strasse von Hormus nehmen damit weiter zu. Die Meerenge ist eine der wichtigsten Handelsrouten für den weltweiten Öltransport.
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Zukunft der Verhandlungen ungewiss
Washington und Teheran hatten zuvor ein Rahmenabkommen vereinbart, das den Weg zu einer dauerhaften Lösung ebnen sollte. Innerhalb von 60 Tagen sollte über einen endgültigen Deal verhandelt werden.
Zu den zentralen Streitpunkten gehören:
- Irans Atomprogramm
- Sicherheit der Schifffahrt in der Strasse von Hormus
- Unterstützung regionaler Milizen durch den Iran
Ein neuer Gesprächstermin wurde bislang nicht bekannt gegeben.
Experten warnen vor weiterer Eskalation
Der Iran-Experte Danny Citrinowicz warnt, dass die USA vor einer schwierigen Entscheidung stehen. Washington müsse klären, ob ein langfristiges Abkommen oder eine härtere Linie gegenüber Teheran Priorität habe.
Nach Einschätzung des Experten könnten weitere Drohungen und militärischer Druck die Chancen auf eine diplomatische Lösung deutlich verringern.
Konflikt bleibt internationaler Brennpunkt
Die Lage im Persischen Golf bleibt angespannt. Während Trump eine harte Linie verfolgt, bleibt unklar, ob hinter den Kulissen weiterhin diplomatische Gespräche stattfinden können.
Die kommenden Tage könnten entscheidend dafür sein, ob sich der Konflikt weiter ausweitet oder eine neue Verhandlungsrunde möglich wird.






