Die Schweiz erlebt derzeit eine ausgeprägte Trockenphase.
Hohe Temperaturen und ausbleibende Niederschläge führen in vielen Regionen zu deutlich sinkenden Wasserständen und trockenen Böden.
Aktuelle Wettersituation
Weit verbreitetes Niederschlagsdefizit
In den vergangenen 30 Tagen zeigt sich in weiten Teilen der Schweiz ein deutliches bis extremes Niederschlagsdefizit.
Besonders betroffen sind das Mittelland, der Jura und das Wallis. In diesen Regionen fielen teilweise nur 45 bis 60 Prozent der üblichen Niederschlagsmengen.
Regionale Unterschiede
- Stark betroffen: Mittelland, Jura, Wallis
- Leicht betroffen: Teile der Alpen und des Nordtessins
- Weniger betroffen: Graubünden, Engadin sowie Südtessin
Prognose: kaum Entspannung in Sicht
Kurzfristige Wetterentwicklung
Ein Hochdruckgebiet über Europa schwächt sich vorübergehend ab. Dadurch kann kühlere und zeitweise feuchtere Luft in den Alpenraum gelangen.
In der ersten Juliwoche sind einzelne Schauer und Gewitter möglich, vor allem im Osten.
Danach wieder stabil trocken
Anschliessend wird erneut eine Stabilisierung des Hochdruckgebiets erwartet.
Damit dürfte sich die Trockenheit weiter verschärfen, insbesondere über längere Zeiträume.
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Auswirkungen auf Gewässer
Sehr tiefe Pegelstände
Viele Flüsse und Seen zeigen aktuell deutlich unterdurchschnittliche Wasserstände.
Betroffen sind vor allem:
- Flüsse im Mittelland und Jura
- Seen wie der Zugersee, der Bodensee und der Walensee
- zahlreiche kleinere Gewässer
Nur von Gletschern gespeiste Gewässer zeigen noch normale Werte.
Prognose für die nächsten Wochen
Die Pegelstände dürften auf tiefem Niveau bleiben.
Kurzzeitige Anstiege durch Gewitter sind möglich, führen aber nicht zu einer nachhaltigen Entspannung.
Boden und Grundwasser stark belastet
Trockene Böden fast überall
Fast die gesamte Schweiz weist ein erhebliches bis sehr grosses Bodenfeuchtedefizit auf.
Nur einzelne Regionen im Engadin sind bislang weniger betroffen.
Sinkende Grundwasserstände
Auch das Grundwasser zeigt vielerorts niedrige bis extrem niedrige Werte.
Betroffen sind insbesondere:
- Ostschweiz
- Mittelland
- Jura
- Voralpen
- Wallis und Tessin






