Ein heftiger Tornado hat die südfranzösische Gemeinde Pomas schwer getroffen. Rund 300 Häuser wurden beschädigt, 39 Menschen verletzt. Auch einen Tag nach dem Unwetter stehen zahlreiche Gebäude unter Kontrolle der Einsatzkräfte, während in der Region weiterhin Tausende Haushalte von den Folgen betroffen sind.
Der Tornado traf Pomas in den Ausläufern der Pyrenäen am späten Montagnachmittag. Das Unwetter dauerte nach Berichten von Anwohnern nur wenige Minuten, hinterliess in der Gemeinde jedoch ein Bild der Zerstörung.
Laut GMX wurden rund 300 Häuser beschädigt. Insgesamt erlitten 39 Menschen Verletzungen, 17 von ihnen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Zwei Personen wurden schwer verletzt.
«Es war Chaos» – Gemeinde unter Schock
Viele Bewohner schildern die Situation als traumatisierend. «Man könnte meinen, wir wurden bombardiert», sagte ein Anwohner dem französischen Sender BFMTV. Andere berichteten von herumfliegenden Gegenständen, zerstörten Dächern und schweren Schäden an Gebäuden.
Marie-Hélène Bouissac von der Präfektur Aude bezeichnete das Ereignis als aussergewöhnlich und für die betroffenen Bewohner als stark traumatisierend. Mehrere Menschen berichteten, dass sie wegen der Geschwindigkeit des Tornados kaum Zeit gehabt hätten, sich in Sicherheit zu bringen.
Einwohner schilderten gegenüber französischen Medien, dass einzelne Häuser ihre Dächer verloren hätten und teilweise auch obere Stockwerke schwer beschädigt worden seien. Für viele Betroffene geht es dabei nicht nur um den materiellen Schaden, sondern auch um den Verlust ihres Zuhauses.
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Einsatzkräfte kontrollieren beschädigte Gebäude
Das genaue Ausmass der Schäden ist weiterhin Gegenstand der Untersuchungen. Einsatzkräfte kontrollieren die Häuser in Pomas und der Umgebung, auch wenn an einzelnen Gebäuden zunächst keine offensichtlichen Schäden sichtbar sind.
Die Behörden forderten Bewohner betroffener Gebäude auf, ihre Häuser vorsorglich zu verlassen, bis deren Sicherheit überprüft worden ist. Damit sollen mögliche Risiken durch beschädigte Dächer, Mauern oder andere Gebäudeteile ausgeschlossen werden.
Auch die Infrastruktur der Region wurde durch das Unwetter erheblich beeinträchtigt. Nach Angaben der Behörden waren rund 1’400 Haushalte weiterhin ohne Strom.
Einschränkungen auch bei Verkehr und Bahn
Neben den Schäden an Wohnhäusern kam es durch das Unwetter auch zu Einschränkungen im Verkehr. Betroffen waren unter anderem der Strassen- und Bahnverkehr sowie der Flugverkehr.
Die Aufräumarbeiten und Sicherheitskontrollen dauern an. Die Behörden prüfen weiterhin, wie stark einzelne Gebäude und die Infrastruktur beschädigt wurden.
Für die Gemeinde Pomas beginnt damit nach dem kurzen, aber heftigen Tornado eine umfangreiche Phase der Schadensaufnahme und des Wiederaufbaus.






