Ein 20 Monate altes Kind ist auf Fuerteventura an den Folgen eines Hitzschlags gestorben, nachdem es in einem Fahrzeug zurückgelassen worden war. Der tragische Vorfall ereignete sich während einer Hitzewelle auf den Kanarischen Inseln und löst in Spanien grosse Betroffenheit aus.
Die spanischen Behörden untersuchen derzeit die genauen Umstände des tragischen Todes eines Kleinkindes auf Fuerteventura. Nach bisherigen Erkenntnissen erlitt das erst 20 Monate alte Kind einen schweren Hitzschlag, nachdem es sich in einem geparkten Auto befunden hatte.
Zunächst wurde das Kind im Allgemeinen Krankenhaus von Fuerteventura medizinisch versorgt. Aufgrund seines kritischen Zustands erfolgte anschliessend die Verlegung in dasUniversitäts-Kinderkrankenhaus Materno Infantil auf Gran Canaria. Trotz intensiver Behandlung konnten die Ärzte das Leben des Kindes nicht mehr retten.
Extreme Hitze auf den Kanaren
Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschte auf Fuerteventura eine ausssergewöhnliche Hitzewelle. Die Kanarische Regierung hatte für mehrere Inseln eine Gelbwarnung wegen hoher Temperaturen ausgesprochen. In einigen Regionen wurden Werte von über 40 Grad Celsius gemessen.
Experten warnen seit Jahren vor der Gefahr überhitzter Fahrzeuge. Bereits nach wenigen Minuten kann sich der Innenraum eines Autos auf Temperaturen von mehr als 50 bis 60 Grad Celsius aufheizen – selbst wenn die Aussentemperaturen deutlich darunter liegen.
Ermittlungen laufen
Die spanischen Behörden haben bisher keine näheren Angaben dazu gemacht, wie lange sich das Kind im Fahrzeug befand oder unter welchen Umständen es dort zurückgelassen wurde. Auch Informationen zu möglichen strafrechtlichen Ermittlungen wurden bislang nicht veröffentlicht.
Der tragische Fall sorgt in Spanien für grosses Mitgefühl und erinnert eindringlich daran, wie schnell hohe Temperaturen lebensgefährlich werden können.
Die Gesundheitsbehörden appellieren deshalb erneut, Kinder und Haustiere niemals – auch nicht für wenige Minuten – allein in einem geparkten Fahrzeug zurückzulassen.






