Ein eisiger Moment, der alles veränderte
Was als spirituelle Traumreise in die arktische Wildnis begann, endete in einer Katastrophe.
Eine 57-jährige Touristin aus Belarus wurde beim Eisschwimmen im Norden Russlands von einer starken Strömung erfasst – und verschwand spurlos.
Die Frau gilt inzwischen als tot.
Unglück bei organisierter Neujahrs-Aktivität
Die Touristin nahm an einer organisierten Gruppenveranstaltung auf dem Fluss Tuloma in der arktischen Stadt Kola südlich von Murmansk teil. Anlass war eine beworbene Neujahrs-Attraktion: Eisschwimmen in speziellen Thermo-Anzügen, die Sicherheit und Auftrieb garantieren sollen.
Laut Veranstaltern sei Ertrinken dabei „nahezu unmöglich“. Doch genau das Gegenteil trat ein.
Arktische Strömung wird ihr zum Verhängnis
Nach aktuellen Erkenntnissen trieb die Frau rund 40 Minuten im eiskalten Wasser, bevor sie plötzlich von einer starken Unterwasserströmung erfasst wurde. Augenzeugen verloren sie innerhalb weniger Sekunden aus dem Blickfeld.
Über den Vorfall berichtete unter anderem laut dailymail.co.uk.
Suche unter extremen Bedingungen
Die anschliessende Rettungsaktion glich einem Kampf gegen die Natur:
Temperaturen bis minus 30 Grad Celsius
Dichter Nebel durch nicht zugefrorene Wasserflächen
Fast vollständige Dunkelheit durch die Polarnacht
Gefährliche Gezeitenströmungen
Ein freiwilliger Helfer erklärte, dass der vom Meer beeinflusste Flussabschnitt besonders tückisch sei. Der Nebel reduziere die Sicht auf nahezu null.
Die Suche auf dem Fluss und im angrenzenden Meer blieb erfolglos.
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Ermittlungen gegen Veranstalter eingeleitet
Das russische Ermittlungskomitee hat ein Strafverfahren eröffnet.
Die Behörden stellten fest, dass die verwendeten Thermo-Anzüge nicht den geltenden Sicherheitsstandards entsprachen.
Die Ausrüstung wurde beschlagnahmt
Gegen den Organisator wurde Anklage erhoben
Die Präsidentin des Tourismusverbandes Kola erklärte, die Bedingungen auf dem Wasser seien zum Zeitpunkt des Unglücks „extrem gefährlich“ gewesen.
Traum von Polarnacht und Walen endet tragisch
Freunde beschrieben die Vermisste als lebensfrohe, neugierige Frau. Sie habe monatelang von der Reise zur Kola-Halbinsel geträumt – von Walen, der Polarnacht und der einzigartigen Natur.
Ihr Schwiegersohn sagte verzweifelt:
„Wir wissen nur, dass sie unbedingt über Neujahr dorthin wollte.“
Nun bleibt von dieser Reise nur Trauer.










