Eine Stadt in Aufruhr
Tränengas in der Innenstadt.
Geschlossene Schulen.
Eine Stadt, die nicht zur Ruhe kommt.
Nach der Tötung der 40-jährigen Renee Good durch einen Beamten der US-Einwanderungsbehörde ICE spitzen sich die Spannungen in Minneapolis dramatisch zu.
Tränengas gegen Demonstranten
Am Dienstag griffen Bundesbeamte zu harten Mitteln.
Vor dem Bishop Henry Whipple Federal Building setzten Einsatzkräfte Tränengas ein, um Demonstranten zurückzudrängen. Dichte Rauchwolken erfüllten die Strassen, mehrere Menschen litten unter Atemnot, wie Videoaufnahmen zeigen.
Unter den Demonstrierenden befanden sich auch Geistliche einer nahegelegenen lutherischen Kirche. Pfarrerin Ingrid Rasmussen erklärte, man wolle ein Zeichen der Solidarität mit einer Stadt setzen, die sich „belagert“ fühle.
Über die Eskalation berichtete laut ansa.it.
Schulen bleiben eine Woche geschlossen
Die Behörden reagierten mit drastischen Massnahmen.
Aus Gründen der öffentlichen Sicherheit bleiben alle Schulen in Minneapolis für eine Woche geschlossen. Die Entscheidung betrifft Tausende Familien und unterstreicht, wie angespannt die Lage inzwischen ist.
In mehreren Stadtteilen blockierten Demonstranten Strassen mit Fahrzeugen und provisorischen Barrikaden.
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Demokraten fordern Untersuchung
Politisch sorgt der Vorfall landesweit für Empörung.
Der demokratische Fraktionschef im Repräsentantenhaus Hakeem Jeffries forderte eine vollständige und rechtsstaatliche Untersuchung. Auch Senator Chuck Schumer verlangte Aufklärung und kritisierte Einsätze von ICE-Beamten ohne enge Abstimmung mit der lokalen Polizei.
„Solche Tragödien passieren, wenn Bundesbehörden ohne lokale Kooperation agieren“, sagte Schumer.
Vance stellt sich hinter ICE-Beamten
Ganz anders klingt es aus dem Weissen Haus.
US-Vizepräsident J.D. Vance verteidigte den beteiligten Beamten. Dieser habe „nur seine Pflicht getan“. Zugleich sprach Vance von einer „Tragödie“, in der auch radikale Gruppen eine Rolle spielten.
Die Aussagen verschärften die politischen Spannungen weiter.
Minneapolis erinnert an alte Wunden
Viele Menschen fühlen sich an 2020 erinnert – an die Proteste nach dem Tod von George Floyd.
Wieder ist Minneapolis Schauplatz eines tödlichen Polizeieinsatzes.
Wieder steht die Frage im Raum: Wer trägt Verantwortung?










