Russland hat die Ukraine in der Nacht erneut mit massiven Raketen- und Drohnenangriffen überzogen. Besonders schwer getroffen wurde die Hauptstadt Kiew, wo es Tote und zahlreiche Verletzte gibt.
Auch andere Regionen des Landes meldeten Opfer und Schäden.
Explosionen erschüttern Kiew in der Nacht
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew kam es in der Nacht zu heftigen Explosionen und Luftalarm.
Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko wurden mindestens vier Menschen getötet und Dutzende verletzt. Mehrere Gebäude wurden beschädigt oder gingen in Flammen auf.
Viele Menschen suchten Schutz in:
- U-Bahn-Stationen
- Luftschutzkellern
- Notunterkünften in der Stadt
Zeitweise kam es zudem zu Stromausfällen und Einschränkungen bei der Wasserversorgung.
Weitere Todesopfer in anderen Regionen
Auch ausserhalb der Hauptstadt wurden schwere Angriffe gemeldet.
In der Industriestadt Dnipro wurden laut Behörden mindestens fünf Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt. In mehreren Stadtteilen brachen Brände aus.
In Charkiw wurden mindestens zehn Verletzte gemeldet. Auch die Region Saporischschja stand unter Beschuss.
Insgesamt sprechen ukrainische Behörden von mehreren Dutzend Toten und rund hundert Verletzten landesweit.
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Einsatz ballistischer Raketen und Drohnen
Die ukrainische Luftwaffe berichtet, dass Russland bei dem Angriff erneut verschiedene Waffentypen eingesetzt habe, darunter:
- ballistische Raketen
- Marschflugkörper
- Kampfdrohnen
Unabhängig überprüfbar sind diese Angaben derzeit nicht. Auch die genaue Zahl der eingesetzten Waffen und Treffer bleibt unklar.
Wohngebäude zerstört – Menschen vermisst
Besonders schwer getroffen wurde ein Wohngebiet in Kiew.
Im Stadtteil Podilskyi stürzte laut Angaben der Stadtverwaltung ein mehrstöckiges Wohnhaus teilweise ein. Rettungskräfte suchen nach möglichen Verschütteten.
Weitere Gebäude wurden beschädigt, mehrere Brände mussten gelöscht werden.
Alarmbereitschaft in Nachbarländern
Auch in Polen wurden Massnahmen ausgelöst.
Das Militär versetzte Luftabwehrsysteme in erhöhte Alarmbereitschaft. Zudem stiegen Kampfflugzeuge auf, um den Luftraum zu sichern.
Solche Reaktionen erfolgen regelmässig bei grossen Angriffswellen auf die Ukraine.
Warnungen vor dem Angriff
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte in den Tagen zuvor wiederholt vor neuen russischen Luftangriffen gewarnt.
Er rief die Bevölkerung dazu auf, Luftalarme ernst zu nehmen und Schutzräume aufzusuchen. Gleichzeitig verwies er auf anhaltende Engpässe bei Luftabwehrsystemen.
Ein Krieg ohne Ende in Sicht
Die jüngste Angriffswelle reiht sich in eine Serie schwerer Luftschläge ein, die sich in den vergangenen Wochen gehäuft haben.
Militärexperten gehen davon aus, dass Russland weiterhin versucht, die ukrainische Infrastruktur und Städte durch kombinierte Raketen- und Drohnenangriffe unter Druck zu setzen.
Der erneute Grossangriff zeigt die anhaltende Eskalation im Krieg in der Ukraine. Besonders die Hauptstadt Kiew bleibt ein zentrales Ziel der Angriffe – mit schweren Folgen für die Zivilbevölkerung.






