Im Toggenburg soll eine Gruppe Männer nachts heimlich Tiere gejagt haben – und das mit verbotenen Hilfsmitteln.
Nun sind die Ermittlungen abgeschlossen.
Der Fall reicht tief in die Schweizer Bergwelt – und sorgt weit über die Region hinaus für Aufsehen.
Was die Ermittler herausfanden
Illegale Nachtjagd mit verbotenen Geräten
Die Kantonspolizei St. Gallen hat ein aufwändiges Ermittlungsverfahren abgeschlossen, das seit Frühjahr 2023 lief.
Ausgelöst wurde es durch eine Anzeige des Amts für Natur, Jagd und Fischerei (ANJF) gegen einen Jäger.
Die Erkenntnisse sind brisant:
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Jagd ausserhalb der regulären Jagdzeiten
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Einsatz eines Nachtsichtzielgeräts – in der Schweiz verboten
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Nutzung eines Gewehrs mit unerlaubten Zusatzgeräten
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Einer der Männer ohne gültige Jagdberechtigung
Mindestens 28 Wildtiere getötet
Laut Polizei wurden zwischen Ende 2020 und Februar 2021 illegal erlegt:
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Rotwild
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Rehwild
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Füchse
Ein Teil der Abschüsse soll sogar in einem fremden Jagdrevier stattgefunden haben.
Das Fleisch wurde unter den Männern aufgeteilt.
Die rechtlichen Konsequenzen
Die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen prüft nun:
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Verstoss gegen Jagdgesetz
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Verstoss gegen Waffengesetz
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Tierquälerei gemäss Tierschutzgesetz
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Strafmassnahmen und mögliche Anklagepunkte
Ein Urteil steht noch aus.










