Tausende gehen auf die Strasse – „ICE, Out for Good“
Der Tod von Renee Good hat die Vereinigten Staaten erschüttert.
Nach den tödlichen Schüssen eines Beamten der US-Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis weiten sich die Proteste rasant aus. Tausende Menschen demonstrieren in mehreren Grossstädten – und weitere Kundgebungen sind bereits angekündigt.
Minneapolis im Zentrum der Empörung
In Minneapolis trotzten Tausende Demonstranten eisiger Kälte, um nahe dem Tatort auf die Strasse zu gehen. Immer wieder skandierten sie den Namen der 37-jährigen Renee Good, die am Mittwoch in ihrem Auto erschossen worden war.
Die Proteste richten sich nicht nur gegen den einzelnen Vorfall, sondern auch gegen das harte Vorgehen der Trump-Regierung in der Einwanderungspolitik und gegen die Rolle von ICE insgesamt.
Laut ansa.it sprechen Aktivisten von einem Wendepunkt in der öffentlichen Wahrnehmung der Behörde.
Proteste in Washington, New York, Boston und Philadelphia
Was in Minneapolis begann, hat sich schnell zu einer landesweiten Bewegung entwickelt:
Philadelphia: Demonstranten marschierten trotz Regens vom Rathaus zum örtlichen ICE-Hauptquartier.
New York: Kundgebungen mit Hunderten Teilnehmern forderten Aufklärung und Konsequenzen.
Washington: Proteste nahe Regierungsgebäuden richteten sich direkt an die Bundespolitik.
Boston: Mahnwachen und Demonstrationen prägten das Stadtbild.
Für heute und die kommenden Tage sind weitere Aktionen geplant.
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„ICE, Out for Good“ – über 1.000 Aktionen angekündigt
Organisatoren erklärten, dass über 1.000 Veranstaltungen unter dem Motto „ICE, Out for Good“ in den gesamten USA vorbereitet werden.
Der Slogan ist bewusst doppeldeutig gewählt: Er bezieht sich sowohl auf den Namen des Opfers als auch auf die Forderung nach einem Ende oder einer grundlegenden Reform der Behörde.
Die Mobilisierung wird von der „No Kings“-Bewegung unterstützt – einem Netzwerk linker Organisationen, das bereits im vergangenen Jahr landesweite Proteste gegen Donald Trump organisiert hatte.
Forderungen der Demonstranten
Die Protestierenden verlangen unter anderem:
eine unabhängige Untersuchung des tödlichen Einsatzes
klare Konsequenzen für Verantwortliche
ein Ende von ICE-Einsätzen in Wohngebieten
grundlegende Reformen der US-Einwanderungspolitik
Viele Teilnehmer sehen im Tod von Renee Good ein Symbol für strukturelle Probleme im Umgang staatlicher Behörden mit Zivilisten.










