Der Tod eines zweijährigen Mädchens in der italienischen Küstenstadt Bordighera beschäftigt die Ermittlungsbehörden seit Monaten. Nun hat der Fall eine neue Wendung genommen: Der Partner der Mutter wurde festgenommen, gegen beide Erwachsenen werden schwere Vorwürfe erhoben.
Die Ermittler gehen inzwischen davon aus, dass dem Tod des Kindes wiederholte Misshandlungen vorausgegangen sein könnten.
Festnahme nach monatelangen Ermittlungen
Wie die Staatsanwaltschaft in Imperia mitteilte, wurde der 42-jährige Manuel Iannuzzi festgenommen. Ihm wird schwere und wiederholte Kindesmisshandlung vorgeworfen.
Das Mädchen war am 9. Februar 2026 leblos in der Wohnung seiner Mutter in Bordighera entdeckt worden. Die Rettungskräfte waren ursprünglich wegen eines medizinischen Notfalls alarmiert worden. Vor Ort fielen jedoch Verletzungen auf, worauf die Ermittlungen eingeleitet wurden.
Auch gegen die Mutter des Kindes läuft ein Verfahren. Sie befindet sich bereits seit mehreren Monaten in Untersuchungshaft.
Widersprüche führten zu weiteren Abklärungen
Nach Angaben der Ermittler hatten Aussagen der Mutter Fragen aufgeworfen. Zudem sollen Auswertungen von Überwachungskameras und Zeugenaussagen nicht mit ihrer Darstellung der Ereignisse übereingestimmt haben.
Im Verlauf der Untersuchungen wurden zahlreiche Beweise gesichert und ausgewertet. Die Behörden konzentrierten sich dabei insbesondere auf die letzten Stunden vor dem Tod des Kindes.
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Obduktion brachte neue Erkenntnisse
Die Obduktion ergab laut den Ermittlern mehrere Verletzungen. Als Todesursache wurde ein schweres Schädeltrauma festgestellt.
Daraufhin wurden weitere kriminaltechnische Untersuchungen durchgeführt. Spezialisten sicherten Spuren und werteten umfangreiches Beweismaterial aus.
Die Ermittler kamen schliesslich zum Schluss, dass der Tod des Kindes möglicherweise im Zusammenhang mit einer längeren Phase von Misshandlungen stehen könnte.
Schwere Vorwürfe gegen die Beschuldigten
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sprechen die bisherigen Erkenntnisse für wiederholte Gewaltanwendungen gegen das Kind.
Die Ermittlungen führten deshalb zu einer Verschärfung der Vorwürfe. Während zunächst wegen Totschlags ermittelt wurde, steht nun der Verdacht schwerer und wiederholter Kindesmisshandlung im Raum.
Beide Beschuldigten bestreiten die Vorwürfe nicht öffentlich, ein rechtskräftiges Urteil liegt bislang nicht vor.
Ermittlungen dauern an
Die Staatsanwaltschaft wartet weiterhin auf zusätzliche Gutachten und Abschlussberichte von kriminaltechnischen Experten. Diese sollen weitere Klarheit über die genauen Umstände des Todes bringen.
Der Fall hat in Italien grosse Betroffenheit ausgelöst und eine Debatte über Kinderschutz und das frühzeitige Erkennen von Gefährdungssituationen ausgelöst.
Der Tod der Zweijährigen in Bordighera zählt zu den erschütterndsten Kriminalfällen der vergangenen Monate in Italien. Mit der Festnahme des Partners der Mutter und den neuen Vorwürfen hat die Untersuchung eine entscheidende Wendung genommen. Die endgültige Klärung der Verantwortlichkeiten bleibt nun den Gerichten vorbehalten.






