Hast du in letzter Zeit beim Einkauf genauer hingeschaut — und geschluckt?
Denn so stark wie in einigen Produktgruppen war die Preisentwicklung in der Schweiz schon länger nicht mehr bemerkbar.
Wir zeigen, bei welchen Alltagsprodukten du im Jahr 2025 deutlich mehr zahlst – und was du dagegen tun kannst.
Was sagen die Gesamtzahlen?
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Der Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) der Bundesamt für Statistik (BFS) verzeichnet für Juni 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat eine Teuerung von +0,1 %.
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Auf Monatsbasis stiegen die Preise im Juni um +0,2 %.
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Allerdings: In speziellen Produktkategorien fällt die Preissteigerung weitaus stärker aus. Zum Teil sogar um 20 % bis 50 % bei einzelnen Artikeln.
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Ein Verdoppeln der Preise (also +100 %) lässt sich nicht gesamthaft in offiziellen Statistiken belegen.
Die allgemeinen Durchschnittswerte zeigen moderate Teuerung – aber bei einzelnen Produkten spürt man deutlich mehr.
Welche Produkte wurden besonders stark teurer?
Beispiele mit konkreten Zahlen
| Produkt | Preis 2024 | Preis 2025 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Olivenöl (1 L) | ca. CHF 6.20 | ca. CHF 9.80 | +58,1 % |
| Zitronen (kg) | ca. CHF 2.90 | ca. CHF 4.50 | +55,2 % |
| Tomaten (kg) | ca. CHF 3.40 | ca. CHF 5.10 | +50,0 % |
| Pouletfleisch (kg) | ca. CHF 19.00 | ca. CHF 27.90 | +46,8 % |
| Schokolade (100 g) | ca. CHF 1.45 | ca. CHF 2.00 | +37,9 % |
Ursachen dieser Sprünge
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Klima‑ und Ernteausfälle bei Agrarprodukten wie Olivenöl, Zitronen, Tomaten.
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Höhere Energie‑, Verpackungs‑ und Transportkosten, welche in die Verkaufspreise einfliessen.
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Stärkere internationale Preisentwicklungen und Importabhängigkeit für gewisse Waren.
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Frankenstärke/Schwäche, welche sich auf Importpreise auswirkt.
Zwar nicht “doppelt so teuer” über alle Produkte hinweg – aber bei ausgewählten Alltagsartikeln sind Preissprünge von rund +40 % bis +60 % real.
Warum nicht eine pauschale Verdoppelung?
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Der LIK zeigt insgesamt eine sehr moderate Teuerung – weit unter +100 %.
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Einige Produkte sankerten sogar im Preis oder blieben stabil. Zum Beispiel: “Alltagsgüter im Schnitt über zwei Jahre nur +1 % teurer”.
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Einzelne starke Sprünge betreffen nicht den gesamten Warenkorb, sondern spezifische Produkte mit hohen Einflussfaktoren.
Eine flächendeckende Preisverdoppelung lässt sich durch die offiziellen Daten nicht belegen. Der Teufel steckt im Detail: Bei einzelnen Nischenprodukten sieht es deutlich anders aus.
Was bedeutet das konkret für Haushalte?
Handlungstipps
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Bewusst einkaufen: Achte auf Preisvergleiche, Marken vs. Hausmarken.
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Alternative Produkte nutzen: Wenn Olivenöl stark gestiegen ist, kann etwa Sonnenblumenöl preislich attraktiver sein.
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Saisonal und regional kaufen: Siehe Tomaten und Zitronen – importierte oder ausserhalb der Saison produzierte Ware war besonders betroffen.
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Preisentwicklung beobachten: Nutze Preisradare oder Apps für Nahrungs‑ und Haushaltsmittel.
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Budget nachjustieren: Wo Preissteigerungen auftreten, kann ein kleineres Budget für bestimmte Kategorien sinnvoll sein.










