In der vergangenen Woche sind im Tessin vier Luxusfahrzeuge gestohlen worden. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Kantonspolizei führten zur Festnahme von drei Personen. Ein weiterer Verdächtiger wird derzeit gesucht.
Die Diebstähle richteten sich gegen Autohändler und Karosseriewerkstätten in Manno, Lamone und Camorino. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden die mutmasslichen Täter über soziale Medien rekrutiert und begaben sich anschliessend zu den betroffenen Betrieben.
Dort verschafften sie sich Zutritt, entwendeten die Fahrzeugschlüssel und flüchteten anschliessend mit den Fahrzeugen. Dank der umgehend eingeleiteten Ermittlungen konnten alle vier gestohlenen Fahrzeuge später sichergestellt werden.
Drei Verdächtige festgenommen
Festgenommen wurden ein 19-jähriger französischer Staatsangehöriger mit Wohnsitz im Kanton Zürich, ein 21-jähriger französischer Staatsangehöriger mit Wohnsitz in Frankreich sowie ein 24-jähriger marokkanischer Staatsangehöriger mit Wohnsitz in Frankreich.
Nach einem vierten mutmasslich Beteiligten wird weiterhin gefahndet. Die vier gestohlenen Fahrzeuge wurden sichergestellt: Zwei wurden im Tessin gefunden, eines im Wallis und eines in Italien.
An den Fahndungs- und Einsatzmassnahmen waren neben der Kantonspolizei Tessin auch Kantonspolizeien aus Wallis, Waadt, Genf, Bern und Neuenburg beteiligt. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte zudem von mehreren Gemeindepolizeien sowie dem Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG).
Ermittlungen gegen weitere Beteiligte
Die untersuchten Straftatbestände umfassen unter anderem Diebstahl, Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung. Zudem wird wegen möglicher Verstösse gegen das Strassenverkehrsgesetz (SVG) sowie das Ausländer- und Integrationsgesetz (AIG) ermittelt.
Eine gemeinsame Ermittlungsgruppe von fedpol und den beteiligten Kantonspolizeien prüft zudem mögliche Verbindungen zu ähnlichen Fällen und untersucht die Rolle weiterer Personen.
Wegen der laufenden Ermittlungen machen Staatsanwaltschaft und Polizei derzeit keine weiteren Angaben.
Polizei gibt Präventionstipps
Die Behörden empfehlen Unternehmen und Fahrzeugbetrieben, ihre Räumlichkeiten und Fahrzeuge ausreichend zu schützen. Dazu gehören eine gute Beleuchtung sowie Barrieren und Einbruchschutzsysteme an Türen und Fenstern.
Fahrzeugschlüssel, Bargeld und andere Wertgegenstände sollten an sicheren Orten, beispielsweise in Tresoren, aufbewahrt werden. Auch geeignete Sicherheitssysteme für Fahrzeuge können das Diebstahlrisiko reduzieren.
Elektronische Überwachungssysteme können zudem unbefugtes Eindringen frühzeitig erkennen und bei einem Einbruch einen Alarm auslösen.






