Teresa Fernández Casado lebt seit 112 Jahren im selben Dorf in León – und sorgt mit ihrer Familie für einen Langlebigkeitsrekord, der selbst Experten staunen lässt.
Teresa Fernández Casado ist offiziell die älteste lebende Person Spaniens. Die 112-Jährige stammt aus Zambroncinos del Páramo in der Provinz León (Region Kastilien und León) und wurde am 29. Juli 1913 geboren. Die internationale Langlebigkeitsorganisation LongeviQuest hat ihr Alter nach einer Prüfung bestätigt – ein Verfahren, das weltweit nur bei wenigen Super-Hundertjährigen erfolgreich abgeschlossen wird.
Ein Leben am selben Ort – seit 1913
Das Beeindruckende: Teresa lebt noch heute in derselben Gegend, in der sie geboren wurde. Mehrere spanische Medien berichten, dass sie trotz ihres hohen Alters körperlich und geistig erstaunlich stabil wirkt. Laut Berichten benötigt sie nur eine Tablette, unter anderem zur Cholesterin-Regulierung.
Gerade in einer Zeit, in der viele Menschen schon mit 60 das Gefühl haben, „jetzt geht’s abwärts“, ist Teresa praktisch der lebende Beweis dafür, dass der menschliche Körper manchmal ganz andere Pläne hat.
Sieben Kinder – und ein Rekord-Sohn
Teresa ist Mutter von sieben Kindern, von denen sechs noch leben. Besonders auffällig: Zwei ihrer Kinder sind inzwischen über 90 Jahre alt. In mehreren Berichten wird vor allem ein Detail hervorgehoben: Ihr Sohn Ángel ist 93 Jahre alt – und gehört damit zu den ältesten Spaniern, deren Mutter noch lebt.
Das ist nicht nur eine nette Anekdote. Für Forscher zeigt es, wie stark bei Langlebigkeit Genetik und familiäre Stabilität eine Rolle spielen können.
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Das tägliche Glas Wein – Mythos oder Teil der Routine?
Für Aufmerksamkeit sorgt auch eine Gewohnheit aus ihrem Alltag: Teresa soll zu den Mahlzeiten regelmässig ein kleines Glas Wein trinken. Spanische Medien haben genau diesen Punkt aufgegriffen, weil er fast schon nach „Geheimrezept“ klingt.
Aber: Das Thema ist heikel. Die WHO betont seit 2023 klar, dass es keinen gesundheitlich sicheren Alkoholkonsum gibt – Alkohol gilt als krebserregend (Gruppe 1).
Das bedeutet: Niemand sollte anfangen zu trinken, nur weil eine 112-Jährige es tut. Teresa ist ein Ausnahmefall – kein medizinischer Standard.
Rotwein, Resveratrol und die Forschung – die nüchterne Wahrheit
Rotwein enthält zwar Polyphenole wie Resveratrol, die in Labor- und Tierstudien mit positiven Effekten in Verbindung gebracht wurden. Harvard wies schon früher auf
Mechanismen hin, die in Tiermodellen relevant sein können.
Doch Reviews zeigen: In Studien am Menschen sind die Ergebnisse uneinheitlich, unter anderem wegen schlechter Bioverfügbarkeit und uneinheitlicher Methodik.
Heisst übersetzt: Rotwein ist kein „Lebenselixier“. Wenn überhaupt, spielt er bei Teresa eher die Rolle eines kleinen Rituals in einem stabilen Alltag.
Fazit: Langlebigkeit entsteht nicht aus einem Trick
Teresa Fernández Casado zeigt, was bei extrem hohem Alter häufig zusammenkommt:
ein ruhiges Leben mit festen Routinen
familiäre Nähe über Generationen
moderate Ernährung und Regelmässigkeit
und vermutlich auch starke genetische Voraussetzungen
Das „Geheimnis“ ist also weniger ein Wundermittel – sondern das Zusammenspiel vieler Faktoren. Und ganz ehrlich: Das ist vielleicht auch die realistischste Erkenntnis für alle, die nach der magischen Abkürzung suchen.










