Ein Senior steht im Visier eines raffinierten Telefonbetrugs – doch diesmal greift die Polizei rechtzeitig ein.
In Suhr im Kanton Aargau wurde ein mutmasslicher Betrüger noch vor der Geldübergabe festgenommen. Der Schaden konnte im letzten Moment verhindert werden.
Perfide Masche: „Falscher Polizist“ am Telefon
Der Fall begann mit einem klassischen Betrugsszenario:
Ein Senior wurde telefonisch unter Druck gesetzt, eine grössere Bargeldsumme abzuheben. Die Täter gaben sich als Polizisten aus und behaupteten, das Geld sei angeblich in Gefahr.
Die Anweisung war klar:
- Bargeld abheben
- Übergabe an einen angeblichen Polizeibeamten
- absolute Geheimhaltung gegenüber Dritten
Doch Angehörige wurden misstrauisch und alarmierten den Notruf.
Polizei verhindert Übergabe in letzter Minute
Am Montag, 1. Juni 2026, reagierten mehrere Patrouillen der Regionalpolizei Suret sowie der Kantonspolizei Aargau sofort.
Vor Ort kam es zu einer schnellen Fahndung. Eine verdächtige Person konnte noch in der Nähe des Tatorts angehalten werden, während eine weitere Person flüchtete.
Der Zugriff erfolgte direkt während laufender Betrugsaktivitäten.
🚨 Breaking News direkt aufs Smartphone
Verpasse keine Eilmeldung mehr – jetzt den imTicker WhatsApp-Kanal abonnieren:
👉 imTicker auf WhatsApp abonnieren
Festnahme eines 21-jährigen Mannes
Die Polizei nahm einen 21-jährigen ukrainischen Staatsangehörigen vorläufig fest. Er steht unter dringendem Tatverdacht, in die Betrugsversuche involviert zu sein.
Die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau hat eine Untersuchung eröffnet.
Die Ermittlungen konzentrieren sich nun auf folgende Fragen:
- Welche Rolle spielte der Festgenommene genau?
- Gibt es weitere Beteiligte?
- Besteht ein Netzwerk hinter dem Betrugsversuch?
Vorgeschichte: IT-Trick als Einstieg
Besonders brisant ist die Vorgeschichte des Falls.
Bereits Wochen zuvor hatten sich unbekannte Täter als Mitarbeitende eines IT-Unternehmens ausgegeben. Sie überzeugten das Opfer offenbar:
- Apps auf dem Smartphone zu installieren
- Zugriff auf E-Banking-Systeme zu ermöglichen
Ob dieser digitale Zugriff im Zusammenhang mit dem späteren „Polizisten-Trick“ steht, ist derzeit noch unklar.






