Das Telefon klingelt. Auf dem Display erscheint die Nummer Ihrer Bank oder sogar die Notrufnummer 117.
Was seriös wirkt, kann in Wahrheit ein raffinierter Betrugsversuch sein. Die Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden warnt aktuell vor einer Zunahme von Telefonbetrügern, die gezielt das Vertrauen ihrer Opfer missbrauchen.
Täter geben sich als Bankangestellte oder Polizisten aus
Die Betrüger kontaktieren Menschen unterschiedlichen Alters und behaupten beispielsweise:
- Es habe verdächtige Abbuchungen auf dem Konto gegeben.
- Das Geld auf der Bank sei nicht mehr sicher.
- Die Polizei ermittle gegen eine Tätergruppe.
- Die Betroffenen müssten ihre Ersparnisse schützen.
Das Ziel ist immer dasselbe: Die Kriminellen wollen an Geld, Bankdaten oder Zugangsdaten gelangen.
Besonders perfide: Die angezeigte Nummer ist echt
Die Täter nutzen eine Technik namens «Spoofing».
Dabei erscheint auf dem Telefondisplay die tatsächliche Telefonnummer einer Bank oder sogar die Polizeinotrufnummer 117. Die angezeigte Nummer ist jedoch gefälscht und soll Vertrauen schaffen.
So schützen Sie sich vor Telefonbetrug
Die Polizei empfiehlt folgende Vorsichtsmassnahmen:
Geben Sie niemals persönliche Daten preis
- Keine Bankdaten nennen
- Keine Zugangsdaten weitergeben
- Keine PIN oder TAN verraten
Bankmitarbeitende werden Sie niemals telefonisch danach fragen.
Gewähren Sie keinen Fernzugriff
Echte Banken verlangen keinen Zugriff auf Ihren Computer oder Ihr Smartphone.
Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen
Betrüger arbeiten oft mit Angst und Zeitdruck.
Legen Sie auf, wenn Ihnen etwas seltsam vorkommt.
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Rufen Sie selbst zurück
Wenn Sie Zweifel haben:
- Verwenden Sie niemals die Rückruftaste.
- Suchen Sie die offizielle Telefonnummer Ihrer Bank selbst heraus.
- Kontaktieren Sie die Institution direkt.
Informieren Sie Ihr Umfeld
Sprechen Sie mit:
- Eltern
- Grosseltern
- Nachbarn
- Freunden
Aufklärung ist einer der wirksamsten Schutzmechanismen gegen Telefonbetrug.
Die Polizei rät: Im Zweifel sofort 117 wählen
Wer unsicher ist oder einen Betrugsversuch vermutet, soll die Polizei informieren.
Die Polizei betont zudem, dass echte Polizeibeamte niemals telefonisch Geld, Schmuck oder andere Wertsachen verlangen.
Telefonbetrug trifft nicht nur ältere Menschen
Auch jüngere Personen geraten zunehmend ins Visier der Täter.
Die Geschichten werden immer professioneller, die Gesprächsführung überzeugender und die technischen Möglichkeiten ausgefeilter.
Entscheidend ist deshalb nicht das Alter, sondern die Aufmerksamkeit.
Telefonbetrüger setzen auf Angst, Vertrauen und Zeitdruck. Dank gefälschter Telefonnummern wirken ihre Anrufe oft glaubwürdig.
Wer jedoch misstrauisch bleibt, keine Daten preisgibt und im Zweifel selbst bei der Bank oder Polizei nachfragt, kann sich wirksam schützen.






