Ohne Taurin kann eine Katze nicht gesund leben.
Der Nährstoff wirkt im Körper wie ein stiller Motor – fehlt er, drohen ernsthafte Schäden.
Doch viele Halter unterschätzen, wie entscheidend er wirklich ist.
Warum Taurin für Katzen unverzichtbar ist
Taurin ist eine essenzielle Aminosäure, die Katzen nicht in ausreichender Menge selbst bilden können.
Der Körper ist daher vollständig auf die Zufuhr über die Nahrung angewiesen.
Im Gegensatz zu vielen anderen Tieren verlieren Katzen zusätzlich ständig Taurin über die Verdauung.
Zentrale Funktionen im Katzenkörper
Taurin erfüllt gleich mehrere lebenswichtige Aufgaben:
- unterstützt die Herzfunktion
- schützt die Sehkraft
- wichtig für Fortpflanzung und Entwicklung
- entscheidend für Wachstum bei Kitten
- beteiligt an der Fettverdauung
- stärkt Zellschutz und Immunsystem
Ein Mangel betrifft daher oft mehrere Organe gleichzeitig.
Wie viel Taurin braucht eine Katze?
Als grober Richtwert gelten etwa:
50 mg pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag
Das entspricht je nach Katze ungefähr 200–500 mg täglich.
Der Bedarf steigt unter anderem bei:
- trächtigen Katzen
- Jungtieren
- älteren Katzen
- selbst gekochtem Futter
- sehr kohlenhydratreicher Ernährung
Versorgung über Katzenfutter
Laut mit-tier.de wird der Bedarf bei handelsüblichem Alleinfutter in der Regel gedeckt, da Taurin entweder natürlich enthalten oder zusätzlich zugesetzt wird.
Wichtig ist jedoch:
- die richtige Futtermenge muss eingehalten werden
- Taurin muss nicht zwingend auf der Verpackung stehen
- Minderfütterung kann trotz gutem Futter zu Mangel führen
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Natürliche Quellen von Taurin
Taurin kommt ausschliesslich in tierischen Produkten vor:
- Fleisch und Fisch
- Herzmuskel
- Innereien wie Leber
Pflanzliche Lebensmittel enthalten kein Taurin.
BARF und gekochtes Futter: Risiko für Mangel
Bei selbst zubereiteten Rationen ist besondere Vorsicht nötig:
- Kochen zerstört einen Teil des Taurins
- ohne Ergänzung droht Unterversorgung
- pflanzliche Bestandteile liefern kein Taurin
Gerade bei BARF oder selbst gekochtem Futter kann eine gezielte Supplementierung notwendig sein.
Taurinmangel: mögliche Folgen
Ein Mangel entwickelt sich oft schleichend und bleibt lange unbemerkt.
Mögliche Folgen:
- Herzkrankheiten (z. B. Kardiomyopathie)
- Sehstörungen bis zur Erblindung
- Fortpflanzungsprobleme
- Entwicklungsstörungen bei Kitten
- geschwächtes Immunsystem
Wann Ergänzungen sinnvoll sind
Eine zusätzliche Gabe kann sinnvoll sein bei:
- selbst zusammengestellter Ernährung
- Verdacht auf Mangel
- speziellen gesundheitlichen Situationen
Die Dosierung sollte immer tierärztlich abgeklärt werden.







